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Stadtpolitik Leipzig kippt Wildtierverbot für Zirkusse
Leipzig Stadtpolitik Leipzig kippt Wildtierverbot für Zirkusse
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08:38 08.03.2018
Das Museum der bildenenden Künste, die Sporthalle an der Schule in der Gorkistraße und das Wildtierverbot für Zirkusse war Thema im Stadtrat. (Archivbilder) Quelle: dpa / Kempner
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Leipzig

Das Museum der bildenden Künste bekommt neue Werke, Straßennamen in der Messestadt werden umbenannt - es sind einige der Beschlüsse, die am Mittwoch im Leipziger Stadtrat getroffen wurden. Auch das Thema Wildtierverbot in Zirkussen wurde diskutiert.

Stadt hebt Wildtierverbot für Zirkusse auf 

Leipzig hat das Wildtierverbot für Zirkusse auf städtischen Flächen zurückgenommen. Die Landesdirektion als übergeordnete Behörde hatte das vom Stadtrat 2016 beschlossene Verbot gerügt. Die Kommune dürfe diese Angelegenheit nicht regeln, da allein das Tierschutzgesetz Einschränkungen erlassen könne. Dafür ist der Bund zuständig. Grünen-Co-Chef Norman Volger hatte zuvor erfolglos an die Stadträte appelliert, den juristischen Weg durchzufechten: Chemnitz klage gegen den Bescheid der Landesdirektion, Dresden bereite derzeit ein Verbot für Wildtiere in Zirkussen vor. Die Entscheidung zur Aufhebung war knapp und fiel gegen die Stimmen von Grünen und Linken.

Mehr Infos zu Wildtierverbot, Heizpilzen und Mensch-Tier-Friedhof:

Museum der bildenden Künste erbt und kauft Bilder an

Mehr als 760.000 Euro hat die kunstliebende Leipzigerin Margit Christina Merkel dem Museum der bildenden Künste Leipzig vermacht. Mit dem Geld hat das Museum die Werke „Große Buhne“ und „Sumpfblume“ von Max Beckmann sowie von Markus Lüpertz „Das Urteil von Paris“ mitfinanziert.

LESG soll Eigenheimgebiet Rehbacher Straße entwickeln

In Leipzig-Knauthain entsteht an der Rehbacher Straße ein neues Eigenheimgebiet. Die Stadt hat das Areal für rund eine Million Euro an den kommunalen Projektentwickler LESG verkauft. Die Gesellschaft soll das Areal erschließen und an Häuslebauer vermarkten. Teil des Vertrags mit der Stadt ist auch, dass die LESG in Infrastruktur wie Kita-Plätze investiert. 

Neue Straßennamen von Gambrinus bis Bienenweg 

In Leipzig wird gebaut – und damit bekommt das Straßennetz auch neue Wege und Bezeichnungen. In Großzschocher entsteht auf dem Areal der ehemaligen Brauerei, später VEB Obst- und Gemüseverarbeitung Leipzig, die Gambrinusstraße. In Mockern auf dem Areal westlich der Olbrichtstraße entsteht die Fehmarner Straße. In Böhlitz-Ehrenberg gibt es künftig die Bezeichnung „An der Feuerwache“, in Eutritzsch wird im Quartier Gräfestraße eine Grundmannstraße angelegt und in Seehausen heißt der südliche Ringweg parallel zur Hauptstraße künftig „Bienenweg“.

Trinkwasserbrunnen, Heizpilze, sozialer Wohnungsbau: Weitere Beschlüsse vom Stadtrat

1,75 Millionen Euro für die Förderung von bezahlbarem Wohnraum 

Der Stadtrat hat rund 1,75 Millionen Euro für die Umsetzung von Projekten für bezahlbares Wohnen in Leipzig freigegeben. Mit dem Geld wird unter anderem das Netzwerk Leipziger Freiheit unterstützt, das derzeit 15 Gruppen bei der Entwicklung kooperativer Wohn- und Bauprojekte begleitet. Im Leipziger Osten treten außerdem Fachleute an Eigentümer heran, um diese zu Maßnahmen sozialverträglicher Sanierung zu beraten.

Leipzig fördert Bertolt-Brecht-Gastprofessur am CCT 

Mehr Austausch mit der Stadtgesellschaft, neue Veranstaltungsformate und Theater als Forum der Demokratie – diese Ziele will Leipzig mit der Förderung einer Bertolt-Brecht-Gastprofessur am Centre of Competence for Theatre (CCT) fördern. 20.000 Euro hat der Stadtrat dafür bestätigt. Das CCT gehört zum Institut der Theaterwissenschaften der Uni Leipzig und entstand im Zuge der Rettungsinitiativen und Umgestaltung des Fachbereichs. Die CDU-Fraktion lehnte es ab, mit kommunalem Geld die Universität als Landesinstitution zu fördern.

Leipzig engagiert sich im Städtebündnis "Mayors for Peace" 

7000 Kommunen in 162 Ländern sind Mitglied, und auch Leipzig engagiert sich im Städtebündnis „Mayors for Peace“. Initiiert von den Städten Hiroshima und Nagasaki, setzt sich das Bündnis weltweit für die Abschaffung von Atomwaffen ein. Laut Stadtratsbeschluss wird die Stadt die Flagge von „Mayors for Peace“ erwerben und jährlich am 8. Juli vor dem Rathaus hissen.

5,5 Millionen Euro Euro für Sporthalle am Gymnasium Gorkistraße 

Das jüngst eröffnete Goethe-Gymnasium in der Gorkistraße bekommt jetzt auch eine moderne Dreifeld-Sporthalle. Für knapp 5,5 Millionen Euro, von denen die Kommune rund 1,6 Millionen trägt, soll die Halle errichtet bis 2019 werden. Sachsens Staatsministerin Brunhild Kurth überreichte dafür bei der Schuleröffnung einen Förderbescheid von 3,9 Millionen Euro. Etwa 900 Schüler können von Sporthalle profitieren.

Evelyn ter Vehn

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