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Stadtpolitik Leipzig soll Pläne für Naturkundemuseum in Halle 7 offenlegen
Leipzig Stadtpolitik Leipzig soll Pläne für Naturkundemuseum in Halle 7 offenlegen
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08:15 17.01.2017
Das Gelände der Alten Baumwollspinnerei ist als Domizil für das Naturkundemuseum und Theater im Gespräch.   Quelle: André Kempner
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Leipzig

 Die unendliche Geschichte um die Standortfrage des Naturkundemuseums Leipzig bekommt ein neues Kapitel. Zwar ist seit April die Halle 7 auf dem Spinnerei-Gelände in Plagwitz im Gespräch. Verlässliche Informationen fehlen aber offenbar. Jetzt machen drei Stadträtinnen mit einem Antrag Druck.

„Unsere Geduld ist langsam erschöpft“, sagt Skadi Jennicke (Linke). Gemeinsam mit der Kulturausschuss-Vorsitzenden Annette Körner (Grüne) und Ausschuss-Mitglied Katharina Schenk (SPD) fordert sie das Kulturdezernat auf, bis Ende des Jahres eine verlässliche Entscheidungsgrundlage für den Stadtrat zu liefern. Zumal die Kommune stets mitgeteilt habe, dass ein Beschluss im Jahr 2015 nötig sei, um die Fördermittel des Freistaats in voller Höhe abrufen zu können, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Politikerinnen.

Da die Verwaltung aus Sicht der drei Politikerinnen nichts liefert, worüber entschieden werden könne, setzten sie selbst einen Antrag auf. Der fordert, dass die Ratsversammlung bis Ende 2015 die Möglichkeit für einen Sanierungs-Grundsatzbeschluss erhält. Auf der Grundlage könnten Fördermittel beantragt, Verträge mit dem Eigentümer der Halle 7 geschlossen und die Stelle des Direktors Naturkundemuseum ausgeschrieben werden.

Kosten für Sanierung unklar

Seit März seien die Signale vom Freistaat eindeutig: Die Halle 7 könne mit Fördermitteln saniert werden. Bis zu 80 Prozent der Kosten, erklärte Körner auf Nachfrage, könnte die Kommune so abschöpfen. Diese Zuschüsse gäbe es für keinen bisher angedachten City-Standort für das Naturkundemuseum, so Expertin Körner weiter. Wichtige Fragen zum Spinnerei-Gebäude seien aber ungeklärt.

Zum Investitionsvolumen für die bauliche Hülle von Halle 7 seien verschiedene Summen im zweistelligen Millionenbereich im Gespräch gewesen. Eine genaue Aufstellung von Kosten, etwa für die Einrichtung eines Naturkundemuseums, fehle, so Körner weiter. Auch die ÖPNV-Anbindung sei nicht klar. „Natürlich ist das Gelände mit Bus, S- und Straßenbahn zu erreichen“, so Körner. Die Bus-Route könne aber vielleicht noch angepasst werden. Vor allem wollen die Stadträtinnen wissen, zu welchen Konditionen das Haus nach Ablauf der Förderperiode von 15 Jahren nutzen kann.

Das Fabrikgebäude gehört derzeit der Leipziger Baumwollspinnerei Verwaltungsgesellschaft mbH. Ursprünglich sollte die Halle 7 lediglich Domizil für das Theater Lofft sowie das Leipziger Tanztheater werden und Probenräume für das Theater der Jungen Welt beherbergen. Auch da drängt die Zeit: „Der Vertrag für das Lofft endet am 31.12.2016, und das Theater der Jungen Welt braucht dessen Spielstätte im Haus am Lindenauer Markt, um mit mehr Platz wirtschaftlich arbeiten zu können“, so Jennicke.

Von Evelyn ter Vehn

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