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Stadtpolitik Leipzig wird jünger und bietet mehr Arbeitsplätze
Leipzig Stadtpolitik Leipzig wird jünger und bietet mehr Arbeitsplätze
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15:24 27.07.2015
Leipzig wächst stetig weiter. Quelle: LVZ
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Leipzig.

Im Sozialreport 2014 wird deutlich: Leipzig wächst weiter. Mehr Geburten und eine steigende Einwohnerzahl haben laut Stadt aber auch höhere Ausgaben für Kindertagesstätten und den Schulbau zur Folge. Wurden 2005 noch rund 54 Millionen Euro an Zuschüssen für den Kita-Bereich gezahlt, betrugen sie 2014 schon 134 Millionen Euro. Für den Schulbau wendete die Stadt Leipzig 2006 rund 4,3 Millionen Euro auf, im Jahr 2014 wurden etwa 41,6 Millionen Euro eingesetzt, heißt es.

Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD) stellt deshalb fest: „Leipzig befindet sich im Aufschwung. Die Stadt wird vielfältiger, verjüngt sich und mehr Menschen haben Arbeit." Trotz der positiven Entwicklungen sieht Fabian auch, dass noch viel zu tun sei.

Ausgewählte Punkte des Sozialreports im Überblick

Bevölkerung:
2014 gab es mit 5.834 Geburten noch mehr Babys als in den Vorjahren. Erstmals wurden damit seit 1965 mehr Menschen in Leipzig geboren als gestorben sind. Auch der Zuzug hat sich erhöht, 13.000 Menschen kamen hinzu. 551.871 Bürger wohnten zum Jahresende 2014 in der Messestadt.

Dabei waren bis Ende 2013 fast 146.000 Personen älter als 60 Jahre und bilden damit einen Anteil von mehr als 27 Prozent an der Gesamtbevölkerung. Fast 54.000 Personen besaßen einen Migrationshintergund und stellten damit ein Zehntel der Bevölkerung dar. Der Anteil ist zwar höher als im Durchschnitt der fünf ostdeutschen Länder mit 4,8 Prozent, aber wesentlich niedriger als im deutschen Vergleich mit 19,6 Prozent.

Wohnen:
Mit Blick auf das Wachstum in den Stadtteilen, sei der Hype um den Süden in den vergangenen Jahren etwas zurückgegangen. Die größten Gewinne verzeichneten aktuell gründerzeitlich geprägte Ortsteile nördlich und östlich des Zentrums sowie der Leipziger Westen.

Laut einer kommunalen Bürgerumfrage betrug 2013 die durchschnittliche Kaltmiete 5,08 Euro, die Gesamtmiete inklusive Heizungs und Nebenkosten pro Quadratmeter 7,23. In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Kaltmieten damit um sechs, sowie die Gesamtmieten um elf Prozent erhöht.   

Einkommen und Arbeitslosigkeit:
Das durchschnittliche Nettoeinkommen eines Haushalts lag 2013 bei 1.549 Euro und damit um 46 Euro höher, als ein Jahr zuvor. Dabei sind die Unterschiede zwischen Gering- und Besserverdiener sowie Mann und Frau weiter gewachsen. Während die Einkommensschwächsten 1,1 Prozent mehr verdienen, legten die Einkommensstärksten um 7,2 Prozent zu. Männer verdienen in Leipzig im Schnitt 283 Euro mehr als Frauen.

Die Zahl der Arbeitslosen ist weiter gesunken. 2013 wurde mit 10,3  Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote seit 2001 gemessen. Diese Entwicklung verringert auch die Kinderarmut. 27  Prozent der Einwohner unter 15 Jahren lebten von Sozialgeld, 2006 waren es noch 38  Prozent. Der Anteil derer, die überwiegend von staatlichen Unterstützungen leben, hat sich auf 9,8 Prozent verringert.

Probleme:
2013 wurden im dritten Jahr in Folge mehr Bewerber als Berufsausbildungsstellen verzeichnet. Der Anteil der Menschen, die von Grundsicherung im Alter leben, steigt seit Jahren kontinuierlich an, wie auch die Zahl der Personen, die Hilfe zur Pflege in Anspruch nehmen. Der Anteil der Schulabgänger ohne Abschluss, liegt mit 15  Prozent unverändert hoch. Auch zeigen die verschiedenen Karten im Sozialreport, dass es die kulturelle Durchmischung der Bevölkerung nach wie vor zu fördern gilt, heißt es aus dem Sozialreport. Während im Zentrum-Südost 32,6 Prozent der Einwohner einen Migrationshintergrund haben, sind es zum Beispiel in Baalsdorf nur 1,6 Prozent und in Liebertwolkwitz 2,1 Prozent.

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