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Stadtpolitik Leipziger AfD-Vorsitzender vergleicht Ex-Chef Lucke mit Walter Ulbricht
Leipzig Stadtpolitik Leipziger AfD-Vorsitzender vergleicht Ex-Chef Lucke mit Walter Ulbricht
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17:41 19.07.2015
Nach Ansicht des Leipziger AfD-Kreisvorsitzenden Siegbert Droese (rechts) wandele Bernd Lucke auf den Spuren des einstigen DDR-Staatschefs Walter Ulbrich. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Der frühere Parteichef der Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke, hat am Sonntag mit seinen Anhängern eine neue Partei ins Leben gerufen. Dazu waren am Nachmittag in Kassel rund 70 Mitglieder des von Lucke gegründeten Vereins „Weckruf 2015“ zusammengekommen. Lucke wurde zum Vorsitzenden gewählt. Bei der Leipziger AfD werden die Entwicklungen indes mit Argwohn betrachtet. Die Messestädter fürchten durch Luckes neue Initiative eine Spaltung ihrer eigenen Partei.

Nach Ansicht des Leipziger AfD-Kreisvorsitzenden Siegbert Droese wandele Bernd Lucke inzwischen sogar auf den Spuren des einstigen DDR-Staatschefs Walter Ulbrich: „‘Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten‘, so sprach damals der Chef des Politbüros Walter Ulbricht, noch wenige Wochen vor dem unsäglichen Mauerbau 1961. Auch in unseren Tagen sprach der ehemalige Bundessprecher der AfD, Professor Lucke, stets davon, dass niemand beabsichtigte die Alternative für Deutschland zu spalten. Doch genau das war, wie wir ja nun feststellen, die Absicht von Professor Lucke und seiner Entourage“, teilte Droese am Sonntag mit und ergänzte: „Er ist dann genau so als Lügner zu bezeichnen, wie Walter Ulbricht, nur im professoralem Gewand.“

Zudem wies Siegbert Droese auch darauf hin, dass es in der deutschen Geschichte bereits eine Zeitung mit dem Namen „Weckruf“ gegeben hat, die von den Nationalsozialisten herausgegeben wurden. „Man kann sich nur schämen, für Menschen die sich in einem Verein versammeln, dessen Name ein Bezug zur Nazizeit vermuten lässt. Pfui.“, erklärte Droese am Sonntag.

Der 4000 Mitglieder zählende Verein „Weckruf 2015“ gilt als Sammelbecken für AfD-Mitglieder, die mit den rechtspopulistischen Thesen einiger Parteifunktionäre nichts zu tun haben wollen. Zuvor hatten sich bei einem außerordentlichen Bundesparteitag Anfang Juli in Essen die nationalkonservativen Kräfte in der AfD klar durchgesetzt. Zur neuen AfD-Vorsitzenden wurde Frauke Petry aus Sachsen gewählt. Vorangegangen war ein monatelanger Machtkampf zwischen Petry und Lucke,

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