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Stadtpolitik Leipziger Linke kritisiert Preis- und Sanierungspolitik der LWB
Leipzig Stadtpolitik Leipziger Linke kritisiert Preis- und Sanierungspolitik der LWB
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22:37 09.03.2018
Auch die Gebäude in der Kantstraße gehören zu den Sanierungsplänen der LWB in der Südvorstadt. Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

Die Leipziger Stadtratsfraktion der Linken um die Stadträtin Juliane Nagel hat die Sanierungspolitik der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) kritisiert. Das geht aus einer Mitteilung der Fraktion hervor.

Nagel hatte sich in einer kleinen Anfrage nach aktuellen Sanierungen im Leipziger Süden und in Connewitz erkundigt. In diesem Zusammenhang fragte die Stadträtin nach Mietpreisentwicklung, Leerstand und Austausch mit den Mietern. Die Stadt hatte die Anfrage mündlich in der Sitzung vom 28. Februar beantwortet.

Forderungen nicht erfüllt

Demnach habe die LWB geplant, im Leipziger Süden 340 Wohnungen zu sanieren. Als Beispiel für Mietpreisentwicklung nannte die Stadt die Sanierungsprojekte in der Brandvorwerkstraße 62-64 und der Hardenbergstraße 4-6. Die Mieten in diesen Wohnungen seien von 3,71 auf zehn Euro gestiegen.

Juliane Nagel beklagt, dass die LWB der Forderung nach bezahlbaren Wohnraum im Leipziger Süden, der zum einen von Mietern in offenen Briefen gefordert, aber zum anderen auch von der Stadt als Ziel ausgegeben wurde, nicht erfüllt wird. Stattdessen, so mutmaßt Nagel, würden Gebäude zielgerichtet durch fehlenden Substanzerhalt entmietet, um so Möglichkeiten zur Sanierung zu schaffen.

Auch die Antwort nach der Mieterbeteiligung stellt die Linken-Fraktion nicht zufrieden. Sie weist die Forderung nach konkreten Ansprechpartnern zurück und wünscht sich eine umfassende Kommunikationsplattform für alle Mietparteien.  Die einzige Chance bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, sieht die Stadtratsfraktion der Linken in neuen Formen der Kooperation und Beteiligung.

thiko

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