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Stadtpolitik Leipziger federführend: Dachverband für deutsche Jugendparlamente
Leipzig Stadtpolitik Leipziger federführend: Dachverband für deutsche Jugendparlamente
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21:21 02.06.2017
Das Leipziger JuPa will die deutschen Jugendparlamente in einem Dachverband versammeln. (Archivbild) Quelle: André Kempner
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Leipzig

Das Leipziger Jugendparlament (JuPa) will die Interessensvertretung von Jugendlichen auch auf Bundesebene voranbringen. Zu diesem Zweck soll ein Dachverband der deutschen Jugendparlamente gegründet werden – und das schon in knapp einem Jahr. Um das zu organisieren, haben die Jugendlichen einen Verein gegründet. „Der Verein zeigt, dass wir das wirklich ernst meinen und dass das nicht wieder einschläft“, erklärt der Vorsitzende Alexander Krumbholz. Der 20-Jährige engagiert sich bereits seit fünf Jahren in Leipzigs Jugendpolitik.

16-Jähriger gab den Anstoß

Die Idee, die deutschen JuPas und Jugendbeiträte auf diese Weise zu vernetzen, hatte Paul Podbielski. Der 16-Jährige engagiert sich im Jugendparlament in Borna. Bisher sei der Gründungsverein so noch sehr Leipzig-lastig, erklärt William Rambow, der stellvertretende Vorsitzende des Vereins und Sprecher des Leipziger JuPas. Um das zu ändern, werden die Jugendlichen in den kommenden Monaten rund 600 bis 1000 JuPas kontaktieren – so viele gibt es in Deutschland geschätzt.

Die Gründung des Vereins zur Gründung des Dachverbands Deutscher Jugendparlamente. Am Tisch sitzen Berit Lahm, Kevin Jochmann, Rolf Allerdissen, Lorenz Riemer und Maximilian Protzner, Rudy Brabec, Alexander Krumbholz und Rasmus Löwenstern (im Uhrzeigersinn). Quelle: William Rambow

Jugendliche wollen Projekt selbst organisieren

Die Vernetzung der Jugendlichen ist ein Aspekt des Vorhabens. William Rambow erhofft sich für das Leipziger JuPa, dass es von anderen Räten lernen kann. Ein zweiter Aspekt ist das Vertreten der Interessen der Jugendlichen. Bisher tun das die JuPas in den Orten und Städten, in denen sie aktiv sind. Der Dachverband soll das auf die Bundesebene tragen. Es gehe darum, was sich Jugendliche von der Bundespolitik wünschen, auch wenn sie noch nicht wählen dürften, sagt William Rambow.

Aktuell stünden die Jugendlichen mit dem Bundesfamilienministerium im Gespräch, in wie weit „die Großen“ das Projekt unterstützen können und wollen. Zuviel sei aber auch nicht gewünscht. William Rambow betont: „Wir wollen eine Eigenständigkeit entwickeln und auch erhalten. Es geht ja um die Selbstbestimmung der Jugendlichen.“

Die Jugendlichen sollen also mehr Möglichkeiten bekommen, sich in die Politik einzumischen. So werde das Demokratieverständnis gefördert und letztlich auch Politikverdrossenheit bei jungen Menschen vorgebeugt, ist sich William Rambow sicher.

Gründungskongress im nächsten April geplant

Auf den Gründungsverein kommt nun ein Jahr mit viel Arbeit zu. Die Hauptthemen: die Finanzen klären und Fördergelder beantragen sowie den Gründungskongress organisieren. Der soll bereits am letzten Aprilwochenende im nächsten Jahr stattfinden. Dazu sollen Vertreter aus allen teilnehmenden Jugendparlamenten nach Leipzig kommen.

„Das ist ein ziemlich großer Wurf, den wir uns da vornehmen, und das müssen wir gut planen.“, sagt Vereinsvorsitzender Alexander Krumbholz mit Blick auf die vor ihm liegenden Aufgaben, „wir machen das von Anfang an strukturiert und dann schaffen wir das.“

Von Paula Drope

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