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Stadtpolitik Leipziger müssen künftig auch am Sonntag fürs Parken zahlen
Leipzig Stadtpolitik Leipziger müssen künftig auch am Sonntag fürs Parken zahlen
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12:58 26.06.2015
Neue Ladezonen für den Lieferverkehr, mehr Fahrradparplätze: In der Leipziger City soll sich einiges ändern. Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Neue Haltebereiche für den Lieferverkehr in der City, mehr Radbügel und Motorradparkplätze – mit diesen Maßnahmen will die Stadt Leipzig die Innenstadt in den kommenden Monaten attraktiver machen. All das braucht Platz. Nebenwirkung: Von 350 oberirdischen Auto-Parkplätzen fallen 100 weg, und auch sonntags muss künftig der Parkautomat gefüttert werden.

Besonders beim Wirtschaftsverkehr hätten sich die Anforderungen in den vergangenen Jahren geändert, so Michael Jana, Leiter des Verkehrs- und Tiefbauamtes am Donnerstag. Dem wolle die Verwaltung nun Rechnung tragen, und habe sich mit IHK, Gaststättenverband Dehoga und dem Verein City Leipzig Marketing abgestimmt.

Mit einer Lieferzeit von 5 bis 11 Uhr morgens seien Handel und Gastronomie nicht zufrieden gewesen. Die Folge: Irgendwie fand der Lieferverkehr immer den Weg zu den Kunden. Die Verkehrsexperten registrierten Parkverstöße, illegales Durchschlüpfen an Polleranlagen, zur Not seien Poller auch mal umgefahren worden, hieß es bei der Vorstellung der Pläne durch das Baudezernat. Künftig werden am Rande der Fußgängerzonen neue Ladezonen geschaffen, die rund um die Uhr angefahren werden können.

Eindeutige Beschilderung

Die Beschilderung von Halteverboten soll verständlicher werden. Verkehrszeichen für eine Zone mit eingeschränktem Halteverbot werden ersetzt durch Einzelbeschilderungen. „Die bisherige Regelung wurde kritisiert. Man musste zum Teil das Schild am Ring schon gesehen haben, um zu begreifen, wo man halten darf, und wo nicht“, erklärte Jana.

Die Regeln für die Parkraumnutzung werden außerdem strenger: Auch sonntags müssen Besucher künftig in der Zeit von 8 bis 22 Uhr Parkgebühren zahlen. Außerdem wird die Parkscheiben-Regelung im engeren City-Bereich abgeschafft. „Wir haben keine Parkplatznot in der Innenstadt“, betonte Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau. Es gebe 6000 Stellplätze in Parkhäusern, um den Ring herum kämen 3000 weitere dazu.

Echte Einbahnstraßen und mehr Fahrradbügel

Alles zugeparkt: Für Fahrräder soll es mehr Parkplätze geben. Quelle: André Kempner

Auch beim Thema Einbahnstraßen gibt es Neuerungen, die mehr Klarheit bringen sollen. Das „Leipziger Modell“ der sogenannten unechten Einbahnstraßen wird aufgehoben. Diese verbieten die Einfahrt aus einer Richtung. Innerhalb der Straße ist das Fahren aber in beiden Richtungen erlaubt. Meist wurde wie in der „echten“ Einbahnstraße an beiden Fahrbahnrändern geparkt – linksseitig ist das eigentlich verboten. Bis Ende des Jahres werden Einbahnstraßen eindeutig gekennzeichnet. Das Parken auf beiden Seiten werde damit legalisiert, erklärte Jana.

Gleichzeitig soll es in der Innenstadt mehr Fahrradparkplätze geben. Der Radverkehr habe enorm zugenommen, so Dubrau. Trotz vieler neuer Bügel würden Fahrräder überall abgestellt und angeschlossen. Das führe zu Gefährdungen, vor allem von Personen, die in der Mobilität eingeschränkt seien. Motorräder finden demnächst neue Stellplätze unter anderem am Neumarkt und in der Katharinenstraße.

Die Arbeiten in der City beginnen Mitte August.

Evelyn ter Vehn

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