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Stadtpolitik Leipzigs Bürgerämter rüsten bei Fremdsprachen auf
Leipzig Stadtpolitik Leipzigs Bürgerämter rüsten bei Fremdsprachen auf
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00:36 21.08.2015
Leipzigs Bürgerämter rüsten bei Fremdsprachen auf. (Symbolbild) Quelle: André Kempner
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Leipzig

An der HHL studieren Nachwuchskräfte aus über 50 Nationen. An anderen Hochschulen sieht es ähnlich aus. Doch Internationalität ist ebenso bei vielen Jobs gefragt - die Anzahl ausländischer Mitarbeiter steigt stetig. Hinzu kommen - ganz aktuell - immer mehr Flüchtlinge. Und alle haben irgendwann mal mit kommunalen Ämtern zu tun. Sei es nach der Geburt eines Babys, bei der Anmeldung eines Gewerbes, der Umschreibung des Führerscheins oder dem Wechsel des Wohnortes. Leipzigs Bürgerämter rüsten deshalb sprachlich auf.

Die Amtssprache bleibt natürlich in allen kommunalen oder überregionalen Behörden Deutsch. Doch nicht immer ist ein staatlich geprüfter (und entsprechend teurer) Dolmetscher nötig, um den einen oder anderen Verwaltungsakt auf den Weg zu bringen. Da reichen beidseitige Kenntnisse in Englisch oft aus. Leipzigs Bürgerämter wollen diesbezüglich eine Vorreiterrolle übernehmen.

Doch wie viele Mitarbeiter in den Bürgerämtern gibt es denn schon, die eine oder mehrere Fremdsprachen so beherrschen, dass eine grundlegende, vielleicht sogar eine erweiterte Kommunikation mit nicht oder wenig Deutsch sprechenden Klienten möglich ist? Antwort weiß Andreas Diestel, der sich als Leiter der Abteilung Bürgerservice im Hauptamt um die Bürgerämter kümmert - und ehrenamtlich seit Jahren als Ortsvorsteher von Wiederitzsch tätig ist. "Unter den 65 Mitarbeitern der Bürgerämter - davon sind 58 Angestellte weiblich und sieben männlich - gibt es einige, die über gute grundlegende Englischkenntnisse durch Schul- und Berufsausbildung verfügen", erklärt Diestel auf LVZ-Anfrage. Es seien keine unüberwindbaren Sprachbarrieren bekannt. Bisher sei immer ein Weg gefunden worden, um Kommunikationsprobleme zu lösen und so das Anliegen zu erfüllen. Und der Rathaus-Mitarbeiter wird konkret: "Schätzungsweise besitzt circa ein Drittel der Beschäftigten in den Bürgerämtern anwendbare Englischkenntnisse."

Doch bei dieser durchaus beachtlichen Größenordnung englischsprechender Mitarbeiter soll es nicht bleiben. "Um die Zahl weiter zu optimieren, werden in allen Stellenbesetzungsverfahren bereits mit der Ausschreibung Englischkenntnisse in der Niveaustufe A2 nach dem Europäischen Referenzrahmen für Sprachen abgefragt", erläutert Diestel. Zudem würden Schulungen für interessierte Mitarbeiter angeboten, in denen die Kenntnisse noch weiter intensiviert und ausgebaut werden können.

"Es ist hinzuzufügen, dass viele der nicht Deutsch sprechenden Besucher in unseren Bürgerämtern bereits im Vorfeld einen Dolmetscher mit in das Amt nehmen", berichtet der Rathaus-Mitarbeiter. Zudem würden viele ausländische Mitbürger ebenfalls anwendbare Englischkenntnisse besitzen und auch mit Hilfe der neuen technischen Hilfsmittel wie dem "Google-Übersetzer" oder speziellen Smartphone-Apps "kann so gut wie jede Barriere umgangen werden".

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