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Stadtpolitik Leipzigs FDP-Stadtrat Hobusch: „Steuerpolitischer Offenbarungseid“
Leipzig Stadtpolitik Leipzigs FDP-Stadtrat Hobusch: „Steuerpolitischer Offenbarungseid“
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19:12 06.07.2018
Geht es nach der Stadt Leipzig, sollen Touristen pro Übernachtung in der Messestadt künftig drei Euro zusätzlich bezahlen. (Symbolfoto) Quelle: André Kempner
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Leipzig

FDP-Stadtrat René Hobusch hat eine mögliche Gästetaxe für Leipzig scharf kritisiert. Das Stadtratsmitglied zweifelt daran, dass die erhofften Einnahmen ausschließlich in die Tourismus-Infrastruktur fließen würden: „Ich bin überzeugt, die zusätzlichen rund neun Millionen Euro jährlich werden einfach im großen Topf versickern.“ Zudem sei die pauschale Gebühr von drei Euro pro Übernachtung in der Messestadt ungerecht, da sie einen Studenten, der aufgrund der Wohnungsknappheit zu Semesterbeginn im Hostel absteigen müsste, viel härter treffen würde als einen Geschäftsmann, der beispielsweise im Steigenberger logiert.

IHK stellt Forderungen

Rita Fleischer, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer Leipzig (IHK), bewertet das angestrebte Modell zumindest besser als eine Bettensteuer ohne Zweckbindung. Gleichzeitig fordert Fleischer, dass sich kommende Einnahmen auch in Tourismusinvestitionen widerspiegeln müssen und die Leipziger Tourismuswirtschaft ein Mitspracherecht bei der Verwendung hat. Zudem müsse für die Betriebe der bürokratische Aufwand auf ein Minimum beschränkt bleiben.

Zustimmung vom Stadtrat steht noch aus

Die Stadt Leipzig will ab 2019 eine Gästetaxe einführen. Reisende müssten dann pro Tag drei Euro Aufschlag zahlen. Bei steigenden Übernachtungszahlen rechnet die Kommune mit bis zu zehn Millionen Euro Mehreinnahmen. Der Stadtrat muss den Plänen noch zustimmen.

Von anzi

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