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Stadtpolitik Leipzigs Grüne fordern klares Anti-Atomwaffen-Bekenntnis von Jung
Leipzig Stadtpolitik Leipzigs Grüne fordern klares Anti-Atomwaffen-Bekenntnis von Jung
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16:59 09.07.2017
Die Leipziger Grünen-Fraktion fordert ein klares Anti-Atomwaffen-Bekenntnis von Oberbürgermeister Burkhard Jung. (Archivfoto) Quelle: André Kempner
Leipzig

Leipzig zeigt Flagge! Am Sonnabend wehte vorm Neuen Rathaus – wie vor hunderten anderen deutschen Verwaltungssitzen auch – erstmals einen Tag lang das grün-weiße Friedenstauben-Banner des Bündnisses “Mayors for Peace“ (Bürgermeister für den Frieden). Eine internationale Städte-Vereinigung, der Leipzig seit 2005 angehört, und die sich für weltweite Abrüstung und eine atomwaffenfreie Zukunft einsetzt.

Nach dem Flaggen-Streit vom vorigen Jahr, als die Stadt auf das Hissen der Fahne noch gänzlich verzichtet hatte, rumort es erneut. Norman Volger, Fraktionschef der Stadtrats-Grünen, beklagt das mangelnde Engagement der Stadtspitze: Das Anti-Atomwaffen-Bekenntnis von Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) bleibe seiner Ansicht nach unzureichend. „Man muss sich fragen, ob ihm diese Angelegenheit wirklich eine des Herzens ist“, so Volger.

Norman Volger. Quelle: Kempner

Die Erklärung folgt prompt: Weder habe es zum Flaggen-Tag am 8. Juli einen würdigen protokollarischen Rahmen, noch einen wahrnehmbaren Fototermin gegeben, moniert Volger. Auch seien konkrete Angebote von Leipziger Vereinen für eine kleine Gedenk- und Festveranstaltung nicht aufgegriffen, die von Jung angekündigten Projekte und Aktionen, beispielsweise von Jugendlichen zur Friedensarbeit, nicht weiter verfolgt worden, ergänzt er.

Dem seit 1982 existierenden Netzwerk „Mayors for Peace“ gehören weltweit rund 7000, deutschlandweit 467 Kommunen an – darunter auch Orte wie Borna, Böhlen, Schmölln und Gößnitz. Die Teilnehmer-Gemeinden zahlen einen Mitgliedsbeitrag von 100 Euro jährlich.

Von bw

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