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Stadtpolitik Mehr Geld für Projekte: Neue Richtlinie zur Förderung der Freien Kulturszene
Leipzig Stadtpolitik Mehr Geld für Projekte: Neue Richtlinie zur Förderung der Freien Kulturszene
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15:49 21.06.2017
Skadi Jennicke betonte im Stadtrat, dass das Kulturamt durch die Differenzierung Gastspiele, Wiederaufnahmen und auch Debüts von jungen Künstlern fördern kann. (Archivbild) Quelle: André Kempner
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Leipzig

Projekte der freien Szene und ihrer Einrichtungen sollen in Leipzig künftig flexibler als bisher gefördert werden. Der Stadtrat verabschiedete am Mittwoch eine neue Richtlinie, die in einem langen Prozess unter Beteiligung zahlreicher Kulturakteure entstanden ist. Wichtige Innovationen: Zuschüsse für Projekte können künftig auch an einem zweiten Termin (30.9. und 31.3.) eingereicht werden. Außerdem können unterjährig auch Kleinstprojekte bis 1500 Euro gefördert werden.

"Ich freue mich vielleicht mehr als bei anderen Vorlagen, Ihnen die Fachförderrichtlinie Kultur hier vorstellen zu können", so Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke (Linke). Sie betonte, dass das Kulturamt durch die Differenzierung Gastspiele, Wiederaufnahmen und auch Debüts von Künstlern, "die frisch von der Hochschule kommen", fördern kann.

"Das sind nichts anderes als Stipendien. Hier werden Berufsanfänger gefördert mit öffentlichen Geldern", kritisierte Andrea Niermann von der CDU-Fraktion. So sei eine gerechte Förderung von Kunst nicht möglich, deshalb lehne die Union die Fachförderrichtlinie ab. Damit blieb sie aber in der Minderheit.

Eine Mehrheit fand auch der interfraktionelle Antrag von Linke, Grünen und SPD: Von den jährlichen Erhöhungen von 2,5 Prozent der Mittel für den Gesamtfördertopf Freie Szene sollen mindestens 20 Prozent für Projekte vorgesehen sein. Der Topf sei zuletzt um 135.000 Euro angewachsen. Davon wären dann 27.000 Euro als Zuwachs für Projekte reserviert, der Löwenanteil von mehr als 100.000 Euro Mehreinnahmen bleiben für die Förderung von Institutionen der Freien Szene.

Evelyn ter Vehn

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