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Stadtpolitik Mehr Geld fürs Fanprojekt Leipzig: SPD-Fraktion fordert höhere Zuschüsse
Leipzig Stadtpolitik Mehr Geld fürs Fanprojekt Leipzig: SPD-Fraktion fordert höhere Zuschüsse
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14:14 29.11.2016
Mit den Anhängern von BSG Chemie, 1. FC Lok und RB Leipzig hat die Stadt eine vielfältige Fanszene. Quelle: Christian Modla
Leipzig

Das Leipziger Fanprojekt soll finanziell stärker von der Stadt Leipzig unterstützt werden. Dafür macht sich die SPD-Fraktion stark. Mit einer Erhöhung der Förderung um 19.000 Euro könnte das Projekt zwei weitere Stellen zur Betreuung jugendlicher Fußballfans schaffen, so Fraktionschef Christopher Zenker am Dienstag in einer Mitteilung.

Das Fanprojekt, das seit fünf Jahren durch den freien Träger „Outlaw gGmbH“ geführt sind, kümmert sich um die Fanszenen von BSG Chemie sowie Roter Stern, Lok Leipzig und RB Leipzig. Durch den Aufstieg der Vereine in ihren Ligen sei auch der Zulauf an Fans noch größer geworden. In der Zielgruppe der Jugendlichen erreiche das Fanprojekt auch viele, die sonst nur schwer mit der Jugendhilfe in Kontakt kommen, so Zenker weiter. Die Zahl der Einzelfallhilfe sei gestiegen, zudem wenden sich laut SPD-Fraktion auch mehr Jugendliche an die Kontaktstelle.

Das Fanprojekt wird zu je einem Drittel von der Deutschen Fußballliga (DFL) und DFB, dem Freistaat und er Kommune finanziert. Nach den Vorgaben von DFL und DFB müssten pro betreuter Fanszene zwei Sozialarbeiter in Vollzeit arbeiten, erklärt Zenker. Derzeit gebe es in Leipzig inklusive Leitung gerade einmal 4,5 Stellen. Die Zielgruppe des Projekts liegt bei jungen Fans im Alter von zwölf bis 27 Jahren.

Sicherheitskonzept mitgestalten

Das Spektrum der Unterstützung von Jugendlichen ist breit. Neben der Betreuung der Fahrten zu Auswärtsspielen der Fußballvereine bietet das Fanprojekt ein breites Spektrum an Angeboten von Workshops, Schulungen, Turnieren oder persönlichen Beratungen an – von der Drogenberatung bis zur Bewerbungshilfe und Unterstützung bei der Wohnungssuche. Bis Ende des Jahres läuft außerdem gemeinsam mit der BSG Chemie das Flüchtlingsprojekt „Refugees Green White – Partizipation im Stadion und im Stadtteil“, das durch die Deutsche Sportjugend mit 10.000 Euro gefördert werden konnte.

Bereits im Oktober setzten sich die Outlaw gGmbH und Vertreter des Landes, der Stadt Leipzig, aus Verbänden und der Polizei an einen Tisch. Leiterin Sarah Köhler dokumentierte dabei, dass die Zahl der zu betreuenden Fans gewachsen und die Aufgaben größer geworden sind. Dazu gehöre auch die Beteiligung des Fanprojekts an verschiedenen Sicherheitskonzepten, hieß es von Outlaw. Für eine professionelle Arbeit für die Fans in Leipzig ist „eine Anpassung der Ressourcen notwendig“, sagte Köhler.

Von Evelyn ter Vehn

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