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Mehr Streifen gegen Drogen-Dealer am Leipziger Schwanenteich

Nach Kritik von Opern-Mitarbeitern Mehr Streifen gegen Drogen-Dealer am Leipziger Schwanenteich

Der Leipziger Schwanenteich hinter der Oper ist seit Längerem als Kriminalitätsschwerpunkt bekannt. Mit mehr Streifen reagiert die Stadt nun auf die Kritik von Opern-Mitarbeitern. Ein "gefährlicher Ort" sei der Park aber nicht, erklärte Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) am Mittwoch im Stadtrat.

Der Leipziger Schwanenteich hinter der Oper ist seit Längerem als Drogen-Hotspot und Kriminalitätsschwerpunkt bekannt. 

Quelle: André Kempner

Leipzig. Nach dem Hilferuf von Opern-Beschäftigten nimmt das Ordnungsamt den Drogen-Hotspot am Schwanenteich noch stärker ins Visier. „Seit Januar 2018 werden die geplanten Kontrollstreifen durch Mitarbeiter des Stadtordnungsdienstes verstärkt“, antwortete Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) am Mittwoch in der Ratsversammlung auf eine Anfrage von CDU-Stadträtin Sabine Heymann. Wie berichtet, hatten sich Mitarbeiter des Theaters bei ihr besorgt gezeigt über das zunehmend aggressive Auftreten von Drogenhändlern, denen sie vor allem in den Abendstunden auf ihrem Heimweg begegnen würden.

Besonders problematisch gestalte sich die Situation im Durchgang vom Georgiring zur Schützen- und Querstraße in Verlängerung der Fußgängerampel an der Rückseite der Oper. Dieser Weg werde gern von Angestellten genutzt, die im Grafischen Viertel wohnen. Im besten Falle wird man angesprochen, ob man Drogen haben will, und im aktuell häufigsten und damit auch schlechtesten Falle wird man angepöbelt und körperlich provoziert“, gab Heymann Erfahrungen von Opern-Mitarbeitern wieder. Diese seien dadurch immer häufiger gezwungen, bei Abenddiensten mit dem Auto selbst kurze Wege zurückzulegen oder eben längere Umwege zu Fuß in Kauf zu nehmen.

Schwanenteich kein "gefährlicher Ort"

Wie Rosenthal mitteilte, würden auch der Grünstreifen entlang des Georgirings und der Durchgang zur Schützen- und Querstraße als Schwerpunkte betrachtet. Vor allem würden Delikte im Zusammenhang mit Rauschgiftkriminalität wie Hehlerei registriert. In der jüngsten Vergangenheit gab es jedoch auch immer wieder Gewaltstraftaten mit Schwerverletzten. Die Kriminalitätsbelastung habe aber nicht in einem Umfang angenommen, der es rechtfertigen würde, diesen Bereich zu gefährlichen Orten nach dem Polizeigesetz zu erklären – wie etwa Teile der Eisenbahnstraße. Das würde beispielsweise die Polizei dazu ermächtigen, Identitätsfeststellungen auch ohne einen konkreten Verdacht vorzunehmen.

Aus Sicht der Polizei, so Rosenthal, könnten auch regelmäßige Rückschnitte des Pflanzenbewuchses, ein helleres Beleuchtungskonzept oder die – bereits laufende – Verlegung der Fernbushaltestelle einen Rückgang der Kriminalitätsbelastung bewirken.

„Begleitung auf dem Heimweg“ nicht möglich

Der Ordnungsbürgermeister wies darauf hin, dass Polizeidirektion und Bundespolizeiinspektion den Kontrolldruck bereits seit geraumer Zeit merklich erhöht hätten. Sie bildeten schon vor Jahren eine gemeinsame Ermittlungsgruppe „Bahnhof-Zentrum“. Deshalb gebe es in dem Gebiet an der Oper regelmäßige Fußstreifen von zivilen und uniformierten Beamten. Eine Komplexkontrolle fand zuletzt am 23. Januar statt.

Seit Februar vergangenen Jahres würden auch regelmäßig gemeinsame Streifen von Polizei und Ordnungsamt durchgeführt. Diese wurden seit September 2017 nochmals intensiviert. So seien Beamte der Einsatzgruppe „Bahnhof-Zentrum“ und Inspektoren der Operativgruppe des Ordnungsamtes auch in den Abendstunden bis Mitternacht in dem Bereich präsent. Darüber stimmten sich die beteiligten Behörden wöchentlich ab.

Eine Rücksichtnahme auf Arbeits-, Öffnungs- und Vorstellungszeiten der Oper oder gar eine „Begleitung auf dem Heimweg“ sei nach den Worten von Rosenthal jedoch nicht möglich. Die Behörden versuchten jedoch, dies in ihren Einsatzzeiten zu berücksichtigen.

Von Klaus Staeubert

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