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Stadtpolitik Migration und Asyl: Stadt Leipzig veröffentlicht aktualisierte Broschüre - hohe Nachfrage
Leipzig Stadtpolitik Migration und Asyl: Stadt Leipzig veröffentlicht aktualisierte Broschüre - hohe Nachfrage
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16:27 27.04.2015
Mehr als 40 Prozent der ausländischen Mitbürger in Sachsen kommt aus der EU. Quelle: Volkmar Heinz
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Leipzig

Die erste Auflage des Heftes war so begehrt, dass es nach wenigen Monaten vergriffen war, so die Kommune.

Angesichts kontroverser Diskussionen und vieler Nachfragen wollte das Referat für Migration und Integration Informationen in kompakter Form liefern, so Stojan Gugutschkow von der Behörde. Die neue Auflage sei umfangreicher und berücksichtige auch Fragen zum Euroäischen Asylsystem oder nach den Kosten, die der Stadt durch die Aufnahme von Flüchtlingen entstehen. Vor allem basieren die Informationen auf neuem Zahlenmaterial.

Daraus wird auch ersichtlich. Mehr als ein Drittel der Menschen mit Migrationshintergrund kommt aus der EU in die Messestadt. Die meisten kommen wegen des Berufs oder weil  die Familie bereits in Leipzig lebt. Außerdem verzeichnet die mitteldeutsche Metropole 13.000 ausländische Studierende.

Die meisten Menschen mit Wurzeln im Ausland kommen aus der Russischen Förderation (7.382 Personen), gefolgt von Polen (3542 Personen) und der Ukraine (3196 Personen).

Sachsen nimmt rund fünf Prozent der Flüchtlinge auf

Weitet man den Blick auf Sachsen, beträgt der Ausländer-Anteil 2,5 Prozent der Bevölkerung. In den kreisfreien Städten ist die Quote etwas höher und liegt bei 6,8 Prozent in Leipzig, 4,2 Prozent in Dresden und 3,6 Prozent in Chemnitz. Mehr als 40 Prozent der ausländischen Mitbürger in Sachsen kommen aus der Europäischen Union.

In ganz Deutschland ist die Zahl der Flüchtlinge in den vergangenen Jahren gestiegen. Die Zahl der Asyl-Erstanträge hat sich seit 2012 mehr als verdoppelt. Wie die Broschüre der Stadt dokumentiert, stieg sie von 64.539 auf 173.072 im Jahr 2014. Das Bundesamt für Migration gehe für dieses Jahr in seiner Prognose von 250.000 Erstanträgen aus.

Sachsen nimmt nach einem festgelegten Schlüssel, der sich an Bevölkerungsanzahl und Steueraufkommen orientiert, in diesem Jahr 5,1 Prozent aller Asylsuchenden auf. In Nordrhein-Westfalen sind es mehr als 20 Prozent. Bayern nimmt rund 15 Prozent der Schutz suchenden Menschen auf.

Ende 2014 lebten in Sachsen 13.747 Asylbewerber, das sind 0,34 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Alle Infos in der Handreichung „Migration und Asyl“ – www.leipzig.de/migranten.

lyn

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