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Stadtpolitik Nagel: Abriss der Skater-Anlage auf dem Jahrtausenfeld war unnötig
Leipzig Stadtpolitik Nagel: Abriss der Skater-Anlage auf dem Jahrtausenfeld war unnötig
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21:16 10.07.2017
Skater-Anlage (Archivbild) Quelle: Olaf Barth
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Leipzig

Linken-Stadträtin Juliane Nagel kritisiert den Abriss von Skater-Anlagen im Leipziger Westen. Vergangene Woche sei eine selbst gebaute Anlage auf dem Jahrtausendfeld in Plagwitz vom Liegenschaftsamt zerstört worden, teilte die Politikerin am Montag mit. Es habe keine Not bestanden, die Sportgeräte, die auf städtischem Boden standen, abzubauen, sagte Nagel. „Der Verein Urban souls hatte Kontakt zu Nutzerinnen aufgebaut und Vereinbarungen über Nutzungszeiten getroffen, damit die Anwohnerinnen vor Lärm geschützt werden.“

Im April 2015 sei bereits eine Skate-Anlage im Henriettenpark abgebaut und nach Grünau verlagert worden. Eine weitere Anklage an der Rolf-Axen-Straße sei seit Jahren desolat und werde perspektivisch ebenfalls verschwinden, um Platz für eine Schule zu machen. „Ich fordere die Stadt Leipzig auf, schnell einen Ersatz für die Skate-Anlagen in Süd/Altwest zu schaffen und dabei Nutzerinnen, Initiativen und Vereine einzubeziehen“, sagte Nagel. Nichts sei schlimmer, als junge Menschen einfach zu übergehen, die sich für die Einrichtung einer Anlage engagiert haben.

Die Politikerin verwies auch auf Stadtratsbeschlüsse und das aktuelle Sportprogramm, wonach „vorhandene, funktional gut geeignete Sportstätten für BMX-Radsportlerinnen und Skateborderinnen zu erhalten und schrittweise zu modernisieren“ seien. Platz sei in Plagwitz noch genug, etwa auf dem früheren Gelände des Bahnhofs sowie in dessen Umfeld, sagte Nagel.

chg

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