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Stadtpolitik Namen zwei weiterer Kandidaten für Posten werden bekannt
Leipzig Stadtpolitik Namen zwei weiterer Kandidaten für Posten werden bekannt
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19:43 14.03.2016
(Symbolfoto) Quelle: Leipzigreport
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Leipzig

Das Rennen um den Posten des Leipziger Kulturbürgermeisters wird immer spannender. Am Sonnabend hat die Findungskommission getagt, der aus jeder Stadtratsfraktion ein Mitglied angehört. Von den 91 Bewerber wurden sechs eingeladen und von den Mitglieder der Kommission auf Herz und Nieren geprüft. Obwohl die Stadt die Namen der sechs Ausgewählten geheim hält, wurde im Vorfeld bekannt, dass sich darunter der bis vor kurzem von der Leipziger Linkspartei gestützte Amtsinhaber Michael Faber und die neue Favoritin der Linkspartei, die Stadträtin Skadi Jennicke (Linkspartei), befinden.

Nach Recherchen der LVZ gehören zum Bewerberfeld auch Simone Maiwald, Kulturamtsleiterin der Stadt Gießen, sowie der Kulturhistoriker und Autor Matthias Theodor Vogt, der als geistiger Vater des sächsischen Kulturraumgesetzes gilt. Vogt ist seit 1997 Professor für Kulturpolitik und Kulturgeschichte an der Hochschule Zittau/Görlitz; die Universität Pécs ernannte ihn 2012 zum Professor honoris causa. Sowohl Maiwald als auch Vogt gelten als Schwergewichte in der Kulturszene. Ihre Bewerbungen könnten aber daran scheitern, dass viele Leipziger Stadträte lieber einen Leipziger oder eine Leipzigerin auf dem Posten des Kulturbürgermeisters sehen möchten. Hinzu kommt, dass die Leipziger Linkspartei den wichtigen Posten für sich reklamiert und ihre Kandidatin protegiert (die LVZ berichtete).

Stadtsprecher Matthias Hasberg gab auf Anfrage bekannt, dass sich die Findungskommission am Sonnabend auf keinen der sechs Bewerber einigen konnte. „Das Bewerberfeld zeigte sich als sehr stark“, so Hasberg. „Die Kommission wird sich in den nächsten Tagen erneut zusammenfinden, um den geeignetsten Kandidaten für das Amt zu finden.“

Der Rathaussprecher widersprach dem Eindruck, dass die Bewerberin Skadi Jennicke das Rennen bereits für sich entschieden hat. Denn sie kann bei der Abstimmung im Rat auf die Linkspartei, die Grünen und große Teile der SPD zählen. „Die Entscheidung ist noch völlig offen“, betonte Hasberg.

Andreas Tappert und Klaus Stäubert

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