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Stadtpolitik Piraten-Stadträtin Gabelmann konvertiert zum Pastafaritum
Leipzig Stadtpolitik Piraten-Stadträtin Gabelmann konvertiert zum Pastafaritum
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13:24 23.05.2016
In Templin gibt es bereits eine Gemeinde der Kirche der "Fliegenden Spaghettimonsters" - in Leipzig läd Ute Elisabeth Gabelmann, die Stadträtin der Piratenpartei, während des Katholikentags zur Nudelmesse. Quelle: dpa / Kempner
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Leipzig

Wenige Tage vor der Eröffnung des 100. Deutschen Katholikentages vom 25. bis 29. Mai in Leipzig macht Ute Elisabeth Gabelmann, die Stadträtin der Piratenpartei, einmal mehr von sich reden. Die Kommunalpolitikerin, die im Jahr 2014 als Initiatorin des Bündnisses „(K)Eine Million“ den städtischen Zuschuss in Höhe von einer Million Euro für das Laien-Treffen per Bürgerbegehren stoppen wollte, damit aber scheiterte, ist konvertiert – „vom Atheismus zum Pastafaritum“, wie die 35-Jährige am Sonntag gegenüber LVZ.de sagte. „Ich hatte das große Glück, eine Glaubensrichtung zu finden, die meine Weltanschauung teilt und mich in meinem Lebensweg bestärkt. Als Piratin war es wohl nur natürlich, dass ich über kurz oder lang zum Pastafaritum finde“, meinte Gabelmann

 Um diesen Schritt auch symbolisch zu vollziehen, habe sie den Glaubensnamen „Schwester Farfalle“ angenommen. „Nun soll auch die Gemeinde Sachsen der Kirche des Fliegenden Spaghettimonster offiziell gegründet werden. Eine entsprechende Nudelmesse findet am 29. Mai um 11.30 Uhr auf dem Augustusplatz/Ecke Radisson-Hotel unter freiem Himmel statt“, so Gabelmann weiter. Die Nudelmesse ist Abschluss einer Veranstaltungsreihe zum Thema „(K)Eine Million für den Katholikentag“ – und sie findet nicht zufällig in zeitlicher und räumlicher Nähe zum großen Abschlussgottesdienst des Christen-Treffens statt.

Was nur wenige wissen dürften: Das Fliegende Spaghettimonster (FSM) hat es bereits zu einem Eintrag bei Wikipedia gebracht. Das FSM sei die Gottheit einer im Juni 2005 vom US-amerikanischen Physiker Bobby Henderson begründeten Religionsparodie, heißt es dort. Außerdem sei die Bezeichnung Pastafarianismus – ein Kofferwort aus Pasta und der Rastafari-Bewegung – verbreitet.

Die frisch konvertierte Stadträtin Gabelmann nimmt die Nudel-Nummer jedenfalls sehr ernst – und auch den Katholikentag. „Denn als verantwortungsbewusste Stadträtin will ich genau wissen, was aus unserer Kohle geworden ist.“ Die Initiative „(K)Eine Million“ sei jedenfalls noch nicht am Ende, werde das katholische Event genauestens unter die Lupe nehmen.

Dominic Welters

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