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Stadtpolitik RB-Container für Flüchtlinge: Piratin hofft auf Spende an Stadt Leipzig
Leipzig Stadtpolitik RB-Container für Flüchtlinge: Piratin hofft auf Spende an Stadt Leipzig
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14:47 24.07.2015
Ute Elisabeth Gabelmann (Piraten, Archivfoto) Quelle: André Kempner
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Leipzig

Im August werden die Fußballer von Zweitligist RB Leipzig ihr neues Trainingszentrum am Cottaweg beziehen. Laut Vereinsführung könnten die bisher genutzten Containerbauten danach auch zur Flüchtlingsunterbringung in Frage kommen. Entsprechende Verhandlungen mit der Kommune wurden aufgenommen. Stadträtin Ute Elisabeth Gabelmann (Piraten) fordert nun, dass die einstmals 500.000 Euro teuren Container nicht verkauft, sondern der Stadt Leipzig kostenlos überlassen werden. Angesichts der finanziellen Möglichkeiten des Vereins und der großen Not der Geflüchteten wäre eine solche Spende angebracht, so Gabelmann am Freitag.

„Ich verstehe nicht, wieso Red Bull der Stadt Leipzig die Container nicht sponsert. In der Stadt wird viel für den Verein getan, für Anliegen und Wünsche ist durchaus ein offenes Ohr da – da hätte ich mir einfach als Geste gewünscht, dass uns die ausrangierten Container kostenlos zur Verfügung gestellt werden“, erklärte Gabelmann. Es sei kein Geheimnis, dass Leipzig bei Schulbau und Unterbringung von Flüchtlingen in jeglicher Hinsicht am Limit arbeite. „Jede Spende hilft uns und den Flüchtlingen", so die Piratin weiter.

Gabelmann erinnerte daran, dass solch ein Engagement von Unternehmen in der Kommune auch nicht ungewöhnlich in Leipzig ist: „Vor dem Hintergrund der großen Investition in neue Spieler halte ich humanitäre Hilfe für jene, die kaum mehr als die eigenen Klamotten auf dem Leib haben, für mehr als angebracht", sagte die zur SPD-Stadtratsfraktion gehörende Politikerin.

Nach Angaben von RBL-Sprecher Benjamin Ippoliti seien die Verhandlungen derzeit noch nicht in so konkretem Stadium, dass zur Art des Übergangs schon Angaben gemacht werden können. „Wir haben bisher lediglich signalisiert, dass wir bereit wären, die Container abzugeben. Genaues lässt sich aber noch nicht sagen, weil die Gespräche dazu noch laufen“, sagte Ippoliti am Freitag gegenüber LVZ.de.

RB Leipzig baut seit Ende 2013 am Cottaweg für 35 Millionen Euro ein Trainingszentrum mit Internat für 50 Nachwuchskicker. Bereits seit August 2011 üben die Spieler auf dem Trainingsgelände, sind dabei in einem 720 Quadratmeter großen Container-Provisorium untergebracht. Diese enthalten neben Spielerkabinen und Physiotherapie auch Sanitäranlagen und Duschen.

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