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Stadtpolitik SPD: Gegen Vandalismus an Denkmälern hilft Jugendarbeit, nicht Videoüberwachung
Leipzig Stadtpolitik SPD: Gegen Vandalismus an Denkmälern hilft Jugendarbeit, nicht Videoüberwachung
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19:37 24.07.2017
Denkmal von Albrecht Thaer mit Schnapsflaschen vor der Uni-Mensa in Leipzig. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Die Leipziger SPD-Fraktion fordert eine bessere Prävention gegen Vandalismus. Katharina Schenk, Mitglied im Kulturausschuss, sagte in einer Mitteilung vom Montag, es sei wichtig die Gründe hinter den Taten zu erkennen, um richtig dagegen vorzugehen. „Was nützt es dem Besitzer eines beschmierten Hauses, wenn er sich ein verpixeltes Bild vom Täter anschauen kann?“ fragte sie.

Es sei wichtig, Schäden schnell zu beseitigen, um Nachahmer nicht nur ermutigen. Außerdem schlug die SPD-Politikerin vor, sich an anderen Städten ein Beispiel zu nehmen und verwies auf das Konzept der Denkmalpatenschaften. Dabei übernähmen Schulen, Vereine oder Privatpersonen die Patenschaft für ein Denkmal, würden einfache Pflegearbeiten durchführen und das Denkmal regelmäßig auf Schäden absuchen.

Zudem stellte Schenk fest, dass beim Vandalismus die Täter häufig Jugendliche sind. Deswegen sei eine finanziell gut aufgestellte Jugendarbeit wichtig, um auch Denkmäler vor Zerstörung und Schmierereinen zu schützen. All das bringe mehr als „pauschale Überwachung“, sagte Schenk.

Die SPD-Fraktion reagiert damit auf eine Forderung der AfD. Die hatte als Konsequenz aus fortwährenden Vandalismusschäden an Kulturgütern gefordert, Denkmäler in Leipzig künftig videoüberwachen zu lassen. „Es ist zu überlegen, Videokameratechnik nächtlich in Bereichen von städtischen Denkmälern zur Minimierung von Zerstörungen einzusetzen“, erklärte AfD-Stadtrat und Mitglied des Betriebsausschusses Kulturstätten, Jörg Kühne, der LVZ, „tagsüber und an Wochenenden kann eine Bestreifung durch Mitarbeiter des Ordnungsamtes ein Beitrag sein, solche Schäden wieder zu einer Ausnahmeerscheinung werden zu lassen.“

pad

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