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Stadtpolitik SPD für mehr Investitionen in alte Sportstätten – Leipzig braucht eine Eishalle
Leipzig Stadtpolitik SPD für mehr Investitionen in alte Sportstätten – Leipzig braucht eine Eishalle
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15:05 31.08.2016
Blick auf die Radrennbahn in Leipzig-Südwest. Quelle: Alexander Bley
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Leipzig

Nach den Linken fordert auch die SPD von der Stadtverwaltung mehr finanzielle Unterstützung für bestehende Sportstätten in Leipzig. Mit Blick auf die Ratsversammlung am 21. September, in der über das neue Sportprogramm der Kommune abgestimmt wird, wollen die Sozialdemokraten 1,2 Millionen zusätzliche Mittel für Sanierung und Erhaltung der Sportplätze und Turnhallen festgeschrieben haben. Zudem soll der Etat bis 2024 jährlich um 50.000 Euro erhöht werden. Bisher waren im Sportprogramm lediglich 800.000 Euro für die investive Sportförderung vorgesehen.

„Der bauliche Zustand vieler Sportvereinsstätten ist noch immer unbefriedigend. Drei Viertel aller Leipziger Sportpachtanlagen müssen kurz- bis mittelfristig saniert werden. Das betrifft vor allen die Sanitär- und Umkleideräume“, erklärte SPD-Stadtrat Christopher Zenker. Der Vorsitzende des Sportausschusses in der Ratsversammlung erinnerte auch daran, dass beim anhaltenden Wachstum Leipzigs auch die Zahl der Sportvereinsmitglieder steigen werde. „Wir halten es für notwendig, hier mehr Geld zu investieren. Mit unserem Antrag wollen wir erreichen, dass das Budget während der Laufzeit des Sportprogramms nahezu verdoppelt wird“, so Zenker weiter. Das geforderte Plus für bestehende Sportstätten dürfe auch nicht für angeschobene Bauvorhaben verwendet werden, wie beispielsweise das Bootshaus der SG LVB oder den Sozialtrakt von Roter Stern Leipzig. Diese müssten eigene Finanzierungstöpfe erhalten.

Neue Sporthalle im Westen – Flüchtlinge als personelle Unterstützung

Ohnehin gebe es in manchen Stadtteilen und bei einzelnen Sportarten auch noch starken Nachholbedarf in Leipzig. Vor allem im Westen seien Hallenkapazitäten für Ballsportarten knapp, schreibt die SPD und setzt sich unter anderem für einen Neubau in Grünau ein – beispielsweise im Zusammenhang mit der Sanierung des Max-Klinger-Gymnasiums. Zudem unterstützt die SPD auch den Bau einer festen Eishalle in Leipzig. Deren Fehlen sei ein großer Nachteil für die Messestadt und die Sozialdemokraten fordern deshalb von der Stadtverwaltung mehr Engagement, „um zusammen mit einem privaten Investor eine solche Eishalle zu errichten und zu betrieben.“

Hinsichtlich der personellen Betreuung und Unterstützung der Sportvereine will die SPD nicht nur mehr Mitarbeiter im Sportamt, sondern unter anderem auch Synergien bei der Flüchtlingsintegration nutzen. So könnten über das Bundesprogramm „Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen (FIM)“ bis zu 3.000 Arbeitsgelegenheiten in Leipzig geschaffen werden, sagt Zenker. Diese könnten dann auch den Sportvereinen zu Gute kommen. „Wir möchten, dass der Kommunale Eigenbetrieb Engelsdorf einen über dieses Arbeitsmarktprogramm finanzierten Personalpool aufbaut. Diese Mitarbeiter sollen dann von den Sportvereinen angefordert werden können, wenn es beispielsweise um Pflegemaßnahmen auf den Sportanlagen geht“, sagte Christopher Zenker.

Nicht zuletzt stehen bei den Forderungen der Sozialdemokraten auch eine Verbesserung des Radwegs westlich der Pleiße zwischen Schleußiger Weg und Schleuse Connewitz als zentrale Fahrradroute von der Innenstadt gen Naherholung im Südraum auf dem Programm sowie Beleuchtungsanlagen am Leibnizweg im Rosental – auch um die Sicherheit zu verbessern.

Von mpu

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