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Stadtpolitik Sanierungsplan: Leipziger SPD will Naturkundemuseum für zwei Jahre schließen
Leipzig Stadtpolitik Sanierungsplan: Leipziger SPD will Naturkundemuseum für zwei Jahre schließen
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11:16 17.01.2017
Das Leipziger Naturkundemuseum in der Lortzingstraße. Quelle: Volkmar Heinz
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Leipzig

„Wir möchten, dass das Gebäude bis 2020 im Inneren modernisiert wird, um so die notwendigen Rahmenbedingungen für ein modernes Naturkundemuseum schaffen zu können“, erklärte SPD-Fraktionschef Axel Dyck am Donnerstag. Die Fraktion hält es für notwendig, das Haus ab 2017 vorübergehend zu schließen, um die Sanierungsarbeiten möglichst zügig über die Bühne zu bekommen. Ab 2019 soll das Museum dann schrittweise wiedereröffnet werden.

Für die Schließzeit des Museums regt die SPD-Fraktion Sonderschauen in einem Interim sowie Wanderausstellungen und Projekte in Schulen an, um so auch gleich verschiedene didaktische Methoden für die künftige Museumsarbeit zu testen.

„Durch die Modernisierung am Standort wird natürlich das Problem der Depotkapazitäten in der Lortzingstraße nicht gelöst werden können, deshalb setzen wir uns für die Schaffung eines Museumsarchivs für Sammlungsbestände ein, das für alle Leipziger Museen zur Verfügung stehen soll und das wir gern gemeinsam mit dem Stadtarchiv auf der Alten Messe unterbringen möchten. Hierzu haben wir einen entsprechenden Prüfauftrag formuliert“, sagte Dyck.

Ursprünglich wollte die Stadtverwaltung das Naturkundemuseum schließen, rückte davon jedoch nach heftigen Protesten aus der Bürgerschaft wieder ab. Die Sammlung existiert seit 1906 und verfügt über umfangreiche zoologische, botanische, geologische sowie archäologische Sammlungen. Neben den Umbauarbeiten ist auch die offene Stelle des Direktorenpostens immer wieder Thema in der Stadtpolitik. Wer Nachfolger des Anfang 2014 in den Ruhestand gegangenen Rudolf Schlatter wird, ist noch nicht entschieden.

agri

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