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Stadtpolitik Schulterschluss gegen Wohnungseinbrüche in Leipzig
Leipzig Stadtpolitik Schulterschluss gegen Wohnungseinbrüche in Leipzig
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18:37 15.11.2018
Sie waren bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung dabei (v. l.): Martin Rüger, Susann Neuber, Jana Kunath, Karsten Lauber, Heiko Rosenthal, Eric Lindner, Bernd Merbitz, Marco Rosenberger, Iris Liebgott, Jörg Keim und Sven Moritz. Quelle: André Kempner
Leipzig

Mieter, die ihre Wohnung sicherer machen möchten, sollen es künftig einfacher haben. Die Polizeidirektion Leipzig und die Stadtverwaltung haben dafür am Donnerstag mit den sechs großen Leipziger Wohnungsgenossenschaften sowie der Eigentümergemeinschaft Haus- & Grund Leipzig eine „Kooperationsvereinbarung zum Schutz vor Wohnungseinbruch“ unterzeichnet. Sie wollen künftig schneller Informationen über die aktuelle Kriminalitätsentwicklung austauschen sowie ihre Mitarbeiter und Mieter fortbilden, damit diese ihre Wohnungen fachmännisch sicherer machen können.

Nachbarschaften sollen gestärkt werden

Geplant ist auch ein Nachbarschaftspreis, um Nachbarschaften weiter zu stärken und damit den sozialen Zusammenhalt innerhalb der Wohnhäuser zu stärken. „Neben den Eigentümern tragen auch die Mieter eine Mitverantwortung dafür, dass Leipzig sicher ist“, betonte Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) bei der Vertragsunterzeichnung in der Zentrale der Wohnungsgenossenschaft Unitas an der Käthe-Kollwitz-Straße 37. „Vielfach ist es immer noch Sorglosigkeit, durch die es Einbrechern allzu leicht gemacht wird.“ So würden zum Beispiel noch immer viele Mieter ihre Haus- und Wohnungstüren nicht ausreichend abschließen. „Wir fordern die soziale Kontrolle der Menschen in einem Haus ein“, sagte der Bürgermeister. Die Nachbarn sollten sich gegenseitig dabei helfen, die Sicherheit in ihren Gebäuden zu kontrollieren.

Leipzig bleibt Spitzenreiter bei Wohnungseinbrüchen

Polizeipräsident Bernd Merbitz erklärte, dass Leipzig in Sachsen weiter Spitzenreiter bei den Wohnungseinbrüchen ist. So seien 2017 im Stadtgebiet 1418 Wohnungseinbrüche registriert worden, während es in Dresden 565 und in Chemnitz 320 gewesen seien. Schuld an diesem Phänomen sei wohl vor allem die hohe Beschaffungskriminalität in der Stadt, also die hohe Zahl von Drogenkonsumenten. Allerdings hätten sich die Einbruchszahlen inzwischen stabilisiert und würden sogar leicht sinken. „Auch 2018 werden wir wieder einen Rückgang bei diesen Zahlen haben“, erklärte Merbitz. Rosenthal warnte dagegen vor zu viel Optimismus. „Die Tendenz kann auch wieder in die andere Richtung gehen“, sagte er.

Von Andreas Tappert

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