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Stadtpolitik Separate Spuren für Autos und Straßenbahnen
Leipzig Stadtpolitik Separate Spuren für Autos und Straßenbahnen
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23:09 07.06.2015
Quelle: André Kempner
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Leipzig

Die vom Baudezernat vorgelegten Umbaupläne für die Georg-Schumann-Straße stoßen zunehmend auf Kritik. Strittig ist vor allem die Vorstellung, wonach sich Autos und Straßenbahnen den Verkehrsraum größtenteils teilen sollen. Die CDU-Fraktion begrüßte daher die Entscheidung des Verwaltungsausschusses, die Vorlage zum weiteren Ausbau der Trasse in der Ratsversammlung zu diskutieren.

„Nachdem der Stadtrat mit einer Mehrheit und ohne die Stimmen der CDU den Stadtentwicklungsplan Verkehr beschlossen hat, ist es umso wichtiger, dass wir bei den uns vorgelegten Einzelprojekten genau hinschauen und eine Ausbremsung des motorisierten Individualverkehrs verhindern“, erklärte der wirtschafts- und finanzpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Frank Tornau. „Erfreulicherweise haben das auch teilweise die Kollegen der anderen Fraktionen erkannt.“

Seine Fraktion teile nicht die Auffassung von Baudezernentin Dorothee Dubrau (parteilos), dass eine separate Fahrspur für den motorisierten Individualverkehr planungstechnisch nicht möglich ist, sagte Tornau. „Wir als Fraktion haben natürlich nicht die Ressourcen, eine eigene Planung aufzustellen, und es ist auch die Aufgabe der Verwaltung, dies zu tun“, so der CDU-Politiker. „Wir sind jedoch der Auffassung, dass es sehr wohl möglich ist, Straßenbahn und Pkw auf getrennten Fahrspuren zu führen. Deshalb begrüßen wir ausdrücklich den Änderungsantrag einiger Mitglieder des Wirtschaftsausschusses, der genau dies fordert.“ Das Argument der Baubürgermeisterin, dass eine neue Planung erheblich Zeitverzögerung mit sich bringen würde, könne er nicht akzeptieren. „Wir fordern von der Verwaltung das beste Ergebnis für unsere Stadt und nicht das schnellste“, sagte Tornau. „Das Beteiligungsverfahren zu der Vorlage war gut, und die IHK hat sogar ein eigenes Projektpapier dazu vorgelegt.“

Auch die AfD sieht Dubraus Trassenpläne kritisch. „Der Straßenumbau mit separater Fahrbahn für motorisierten Individualverkehr und Wirtschaftsverkehr ohne überdimensionierte Fahrradwege sollte Priorität haben“, erklärte AfD-Stadtrat Jörg Kühne. „Schon jetzt sind dort oft problematische Verkehrsverhältnisse zu beklagen, die nach der Sanierung nicht zementiert werden sollten.“ Daher appelliere seine Fraktion an Dubrau, die Pläne für die Sanierung der Trasse zwischen Arbeitsagentur und S-Bahn-Brücke zu überdenken.

(K. S.)

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