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Stadtpolitik Sprachbarrieren sollen weichen, mehr Azubis mit Migrationshintergrund
Leipzig Stadtpolitik Sprachbarrieren sollen weichen, mehr Azubis mit Migrationshintergrund
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23:57 24.02.2016
Bürgeramt der Stadt Leipzig Quelle: André Kempner
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Leipzig

Bildung und die Anerkennung von Qualifikationen und Berufsabschlüssen seien nötig. Vor allem aber müssten Sprachbarrieren abgebaut werden - auch im Umgang mit der Verwaltung, so Mandy Gehrt von der Linksfraktion.

Die Stadt hatte in ihrem Standpunkt bereits in Aussicht gestellt, dass 2016 die Beschilderungen im Neuen Rathaus, im Stadthaus, dem Technischen Rathaus und in den Bürgerämtern nach und nach zweisprachig deutsch und englisch erfolgen sollen. Auch die Fremdsprachenkenntnisse der städtischen Mitarbeiter sollen verbessert werden, Fortbildung zu interkulturellen Kompetenzen würden weiterhin angeboten.

Gehrt kritisierte, dass in den vergangenen zehn Jahren gerade einmal elf Mitarbeiter des Kulturamts und der Museen an einer Weiterbildung für interkulturelle Kompetenzen teilgenommen hätten. Angekündigte Seminare der Stadt kämen spät, sei doch die interkulturelle Öffnung schon 2012 beschlossen worden.

In Sachen Zweisprachigkeit soll sich in diesem Jahr in der Verwaltung nun einiges tun: So seien Infomaterial der Stadt und ausgewählte Seiten des Internetangebots leipzig.de künftig zweisprachig deutsch-englisch verfügbar. Außerdem soll im Ausbildungsjahr 2016/17 die Zahl der Azubis mit Migrationshintergrund verdoppelt werden. Gleichzeitig will die Stadt außerhalb der Verwaltung das Projekt "Sprint" zur Vermittlung von Sprachen und Integrationsmaßnahmen stärken. Die Finanzierung sei bereits angehoben worden.

Als das Integrationskonzept für Migranten 2012 in Leipzig beschlossen wurde, lag der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund bei rund acht Prozent. "Heute beträgt er zwölft Prozent", sagte Mandy Gehrt. Leipzig müsse auf die veränderte Situation angemessen reagieren. Der Rat hatte im November 2015 bereits beschlossen, dass Leipzig die Möglichkeit eines Willkommenszentrums prüfen soll. Jetzt kündigte die Verwaltung an, dass Ende März ein Umsetzungsvorschlag vorliegen wird.

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