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Stadtpolitik Stadtrat lehnt Pfandringe an Leipzigs Mülltonnen ab
Leipzig Stadtpolitik Stadtrat lehnt Pfandringe an Leipzigs Mülltonnen ab
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11:35 05.03.2018
In Bamberg gibt es schon Pfandringe an Mülltonnen, in Leipzig wird es damit wohl erst mal nichts. Quelle: dpa
Leipzig

An Leipzigs öffentlichen Mülltonnen werden auch künftig keine Pfandringe angebracht. Der Stadtrat lehnte einen entsprechenden Antrag des Jugendparlaments am Mittwoch ab. Die Abgeordneten folgten damit mehrheitlich einer Empfehlung der Stadtverwaltung.

Das Dezernat von Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) glaubte nicht an den Erfolg der Pfandringe und verwies auf Studien des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) und der Stadt Köln. Darin werde unter anderem kritisiert, dass die solidarisch abgestellten Mehrwegprodukte tendenziell nicht von sozial Schwächeren eingesammelt und die Mülltonnen trotz Pfandringen immer noch durchsucht werden. Auch würden die Aufsätze häufig für Unrat missbraucht, entstehe mehr Glasbruch und den verantwortlichen Stadtreinigern ein erheblicher Mehraufwand. Zudem kämen rund 900.000 Euro an Kosten auf die Stadt zu.

Jugendparlamentarier wollen nicht aufgeben

Das Jugendparlament erhoffte sich dagegen menschenwürdigeres Sammeln von Pfandflaschen für sozial Schwache. In mehreren deutschen Großstädten haben sich die Pfandringe längst etabliert. Zunächst wären in einer einjährigen Testphase 30 der Ringe an öffentlichen Mülltonen befestigt worden. Innerhalb des Jahres sollte dann ausgewertet werden, ob diese genutzt werden und ob sie Vandalismus ausgesetzt sind.

Nach der erneuten Ablehnung der Pfandringe – ein erster Antrag scheiterte im Juni 2016 – haben die Behälter wohl erst mal keine Zukunft in Leipzig. Doch die Jugendparlamentarier wollen trotzdem noch nicht ganz aufgeben. Auf Twitter schrieben sie, dass sie vor einiger Zeit selbst Pfandkörbe gebastelt hätten. „Ihr habt einen guten Ort dafür? (privat, nicht öff. Raum) Schreibt uns eine Nachricht!“, baten sie um Unterstützung.

luc

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