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Tausend Menschen protestieren friedlich gegen 1000-Jahre-Leipzig-Feier

Kritik an Jubiläums-Event Tausend Menschen protestieren friedlich gegen 1000-Jahre-Leipzig-Feier

In die Jubelstimmung unter den Leipzigern mischte sich am Sonnabend auch Kritik: Gut 1000 Demonstrranten protestieren gegen die Feierlichkeiten zu 1000 Jahren Leipzig mit einer „Parade der Unsichtbaren“. Bis auf das Zünden von Pyrotechnik blieb es friedlich.

Gegedemonstration während der Feier "1000 Jahre Leipzig": Die "Parade der Unsichtbaren".

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Gut 1000 Menschen haben am Samstagnachmittag gegen die Feierlichkeiten zu 1000 Jahren Leipzig protestiert. Als „Parade der Unsichtbaren“ zogen die Demoteilnehmer – in Begleitung eines großen Gespensts und eines Traktors – vom Rabet im Leipziger Osten gen Innenstadt.

Zu der Protestveranstaltung hatten fünf politische Initiativen aufgerufen. Konsens der Redebeiträge war: „Das boomende Leipzig ist das Leipzig der Besserverdienenden.“ Ein großer Teil der Bürger sei jedoch abgehängt, ausgeschlossen, finde keine Beachtung. Auf diese „Unsichtbaren“ wollten die Initiatoren des Marsches aufmerksam machen. Angeführt wurden Probleme wie Gentrifizierung, Alltagsrassismus und mangelnde Freiräume für Kreative.

Hunderte Teilnehmer demonstrierten am Samstag bei der "Parade der Unsichtbaren" mit Start am Rabet gegen das Stadt-Jubiläum in Leipzig. Fotos: LVZ.de

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Vom Rabet zogen die Menschen - unter ihnen viele junge Familien - ab 17 Uhr über die Eisenbahnstraße in Richtung Georgiring und zum Augustusplatz. Vor der Alten Hauptpost sorgten drei Menschen auf dem Baugerüst an dem Gebäude kurz für Unruhe. „Diese haben anscheinend nicht zum Demonstrationszug gehört“, erklärte Polizeisprecher Andreas Loepki gegenüber der LVZ. Unter den drei Personen habe sich auch ein Kind befunden.

Währenddessen kam es zu einem ungeplanten Stop des Zuges auf der Kreuzung, als der Traktor wegen eines technischen Defekts liegen blieb. Die Demonstranten nutzten dies für eine knapp viertelstündige Mini-Kundgebung. Nachdem der Traktor repariert war, ging es weiter.

Die Gruppe zog im Anschluss in Richtung Johannisplatz vor das Grassi-Museum. Gegen 18.30 Uhr löste sich der Protestzug allmählich auf. Nach Augenzeugenberichten wurde vereinzelt Pyrotechnik gezündet, es blieb aber durchweg friedlich.

joka/mpu

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