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Stadtpolitik Tausende Unterzeichner für Erhalt der Nachbarschaftsgärten
Leipzig Stadtpolitik Tausende Unterzeichner für Erhalt der Nachbarschaftsgärten
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20:02 21.07.2015
Die Nachbarschaftsgärten in Leipzig-Lindenau werden wohl nicht in ihrer bisherigen Form bestehen bleiben können. (Archivfoto) Quelle: André Kempner
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Leipzig

Die von einem Bauprojekt bedrohten Nachbarschaftsgärten in der Josephstraße kämpfen weiter für ihren Erhalt. Rund 4400 Unterzeichner zählt derzeit die Petition „Mut zur Lücke“, die Druck auf die Stadtverwaltung ausüben soll, einen Kompromiss mit dem privaten Immobilieninvestor auszuhandeln. Unter den Unterstützern seien rund 1800 Menschen aus den umliegenden Stadtteilen Plagwitz und Lindenau, teilten die Initiatoren mit. Damit lägen prinzipiell genügend Unterschriften für ein Bürgerbegehren vor, hieß es.

Der Investor hat einen Bauvorantrag gestellt, wonach auf den Grundstücken Neubauten am Rand des Häuserblocks sowie in der Mitte des Karrees entstehen sollen. Geplant sind 30 hochpreisige Eigentumswohnungen auf dem Areal der ursprünglich als Zwischennutzung angelegten Gärten. In der Stadtratssitzung Anfang Juli hatte Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) zwar die Bereitschaft der Verwaltung angedeutet, mit dem Immobilienunternehmer über einen teilweisen Erhalt der Projektflächen zu verhandeln. Einem Kauf der Grundstücke durch die Stadt räumte sie aber nur geringe Chancen ein.

Inzwischen zeichnet sich ein Kompromissvorschlag ab. Demnach könnten die Nachbarschaftsgärten auf verkleinerter Fläche fortbestehen. Doch dafür müsse sich der Investor bewegen. „Wir können uns notgedrungen mit der Blockrandbebauung arrangieren, aber dafür sollte der gesamte Grünstreifen bis zum Buchkindergarten erhalten bleiben und kein Solitärbau in der Mitte gebaut werden“, sagte Sandra Scholz vom Gartenprojekt. Gelinge die Übereinkunft, könne die Stadt damit ein Zeichen setzen, dass sich mittels undogmatischer und kreativer Zusammenarbeit der Ausverkauf eines gefragten Stadtviertels verhindern lasse. (chg)

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