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Stadtpolitik Trotz Kita-Streik: Notbetreuung in Leipzig für rund 1200 Kinder
Leipzig Stadtpolitik Trotz Kita-Streik: Notbetreuung in Leipzig für rund 1200 Kinder
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15:05 03.06.2015
Kita-Streik in Leipzig - Eltern demonstrierten für eine Einigung (Archivbild). Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Noch immer haben 550 Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst in Sachsen die Arbeit niedergelegt. In Leipzig werden am Donnerstag noch drei Kitas komplett geschlossen sein. Die Mehrheit der Einrichtungen bietet eine Notbetreuung an. "Rund 1200 Kinder können so untergebracht werden", so Stadtsprecher Matthias Hasberg am Mittwoch gegenüber LVZ.de. Trotz des mittlerweile breiten Angebots sei die Situation für Kleinstkinder, die ihr gewohntes Umfeld vermissen, natürlich schwierig.

Kita-Streik-Infos der Stadt Leipzig

Bestreikt werden am Donnerstag in der Messestadt die Kitas Hans-Otto-Straße 2a, Kunzestraße 6 und Theodor-Neubauer-Straße 18. Außer in Leipzig haben aber aktuell auch zahlreiche Einrichtungen in Chemnitz, Freiberg, Döbeln und Zwickau geschlossen, wie die Gewerkschaft Verdi am Mittwoch mitteilte. „Solange kein verhandlungsfähiges Angebot auf dem Tisch liegt, wird der Streik fortgesetzt“, erklärte Landesbezirksleiter Oliver Greie. 

Auch nach tagelangen Tarif-Verhandlungen von Gewerkschaften und Arbeitgebern in Berlin ist ein Ende der Kita-Streiks noch nicht sicher. Am Donnerstag soll der Kita-Streik in Sachsen auf zehn Städte ausgeweitet werden - in Leipzig, Chemnitz, Dresden, Freiberg, Frankenberg, Altendorf, Leisnig, Döbeln, Freital und Zwickau müssen sich Eltern auf geschlossene Kitas und Horte einstellen. 

In Dresden haben Eltern über Facebook dazu aufgerufen, ihre Kinder am Morgen beim amtierenden Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) im Dresdner Rathaus zur Betreuung abzugeben. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi machen sich am Donnerstag zudem Delegierte aus ganz Deutschland auf den Weg nach Frankfurt am Main, um über den aktuellen Stand im Tarifkonflikt zu beraten. Die Gewerkschaften fordern Einkommensverbesserungen von durchschnittlich zehn Prozent. Nach Ansicht der kommunalen Arbeitgeber sind die Forderungen nicht bezahlbar.

lyn, mit dpa

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