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Aktuelles IAA-Aussteller schauen furchtlos in die Zukunft
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16:06 09.10.2015
SUV aus dem britischen Oberhaus: Der Bentley Bentayga wird über 200 000 Euro kosten. Quelle: Thomas Geiger
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Frankfurt/Main (dpa/tmn) – Mit einem Wort lässt sich zusammenfassen, was die Autoindustrie derzeit ausstrahlt: Zuversicht. Zwar spricht alle Welt von den großen Herausforderungen - dem autonomen Fahren oder der Zukunft ohne Zapfsäule etwa. Doch viele Modelle rücken jetzt schon in greifbare Nähe.

Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung

IAA in Frankfurt (Publikumstage: 17. bis 27. September) stehen vor allem Neuheiten im Fokus, die das Geschäft wohl schon bald beleben werden. Das könnte allein deshalb gelingen, weil die meisten Premieren in den zulassungsstarken Volumensegmenten gefeiert werden.

So hat VW auf der Messe den Nachfolger des Tiguan enthüllt. Im April soll er mit mehr Platz und geringerem Verbrauch in den Handel kommen. Dort trifft er allerdings auf eine Reihe attraktiver Wettbewerber – wie den Kia Sportage. Und Besserverdiener mit Lust auf eine hohe Sitzposition möchte künftig Jaguar mit dem F-Pace als Kunden gewinnen.

Wer lieber näher am Boden bleibt, dem empfiehlt sich in Frankfurt die Kompaktklasse. In den vergangenen Jahren ein wenig vernachlässigt, blüht sie auf der IAA mit dem Generationswechsel von Opel Astra und Renault Mégane, mit dem deutlich gewachsenen Mini Clubman oder einem überarbeiteten DS4 von Citroën wieder auf.

In der Liga darüber buhlen Neuheiten wie die Alfa Giulia, der Audi A4 oder das Coupé der Mercedes C-Klasse um Aufmerksamkeit. Für die Vermögenden stellen Mercedes ein Cabrio der S-Klasse und BMW den neuen 7er ins Rampenlicht. Überhaupt ist die Fülle neuer Traumwagen in den unterschiedlichsten Segmenten groß. Sie reicht in der Sportfraktion vom aufgefrischten Porsche 911 oder dem Ferrari 458 GTB Spider (jetzt jeweils mit Turbomotoren) über das vornehme Cabriolet Rolls-Royce Dawn bis hin zum Bentley Bentayga.

Egal wo man hinschaut: Alternative Antriebe sind in Frankfurt so selbstverständlich, dass man schon kaum mehr darüber spricht: Mercedes und BMW haben je fünf Plug-in-Hybride mitgebracht. VW brüstet sich mit 20 neuen Elektroautos oder Plug-in-Fahrzeugen, auch den neuen Tiguan wird es für die Steckdose geben. Und nicht zuletzt plant Borgward beim BX7 einen Steckdosen-Anschluss. Bei dieser Fülle wird selbst die vierte Auflage des Toyota Prius als meistverkauftes Hybridmodell der Welt in Frankfurt fast zur Nebensache.

Zwar werden viele marktreife Neuheiten in den nächsten Monaten das Volumengeschäft bestimmen. Doch immer wieder öffnet sich in Frankfurt der Blick und schweift in die Ferne. So betreiben die Aussteller mit ebenso aufwendigen wie auffälligen Studien aktive Zukunftssicherung. Sie wollen den Beweis antreten, dass sie fit für die neuen Herausforderungen und Herausforderer sind.

Das zeigen vor allem zwei Schaustücke aus dem VW-Konzern und ein Concept Car von Mercedes. Audi bringt gegen das Model X, das erste SUV des Elektropioniers Tesla aus Kalifornien, einen etron Quattro in Stellung. Er soll mit 500 Kilometern elektrischer Reichweite als Geländewagen für das gute Gewissen bis 2018 in Serie gehen. Porsche skizziert mit dem über 442 kW/600 PS starken Mission E, wie ein elektrisch angetriebener Erbe des 911 dem Tesla Model S davon fahren könnte.

Und Mercedes visualisiert den Umbruch der Branche mit einem Auto, das wie ein Transformer auf Knopfdruck die Form wechselt. Vordergründig dient diese Funktion der Aerodynamik und senkt den cw-Wert auf ein Rekordniveau von 0,19. Doch soll dieser Wechsel auch symbolisch den Sprung in ein neues Zeitalter des Automobilbaus demonstrieren, wie Daimler-Chef Dieter Zetsche sagt.

dpa

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