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BMW, Porsche und Volkswagen setzen auf Elektroantrieb

e-Auto-Produktion BMW, Porsche und Volkswagen setzen auf Elektroantrieb

Elektroautos werden für die sächsische Autoindustrie immer wichtiger: BMW produziert in Leipzig den i3 und i8, bei Porsche rollen im Leipziger Werk Hybrid-Autos vom Band. VW will bald eine Million Elektroautos verkaufen. Die Autobauer sind sich einig: In Zukunft fahren wir elektrisch.

Der i3, das erste reine Elektroauto von BMW, wird in Leipzig produziert.

Quelle: SP-X

Leipzig. Das Kapitel Elektromobilität in Leipzig wurde am 21. September 2013 aufgeschlagen. Im für 400 Millionen Euro erweiterten BMW-Werk rollte der erste i3 vom Band - das erste in Leipzig montierte reine Elektroauto und zugleich der erste und bislang einzige Stromer des Münchner Autokonzerns, der in seiner Leipziger Fabrik heute 5300 Mitarbeiter beschäftigt.

Ein gutes halbes Jahr später folgt der Hybrid-Supersportwagen i8, dessen Karosserie ebenso wie beim i3 aus dem innovativen Leichtbaumaterial Carbon besteht. Es gehe um „nicht mehr und weniger als darum, der Elektromobilität von Morgen ein Gesicht zu geben”, sagte vor dreieinhalb Jahren der damalige BMW-Chef Norbert Reithofer.

Angebot an Stromern und Hybriden ausbauen

Sein Nachfolger Harald Krüger setzt diese in Sachsen begonnene Strategie fort. „Im nächsten Jahrzehnt wird die Elektromobilität voraussichtlich eine sehr dynamische Entwicklung nehmen”, sagte er kürzlich. Das Angebot an Stromern und Hybriden solle ausgebaut werden. Ziel sei, in diesem Jahr 100.000 elektrifizierte Autos zu verkaufen, immerhin fünf Prozent des Gesamtabsatzes. 2016 wurden vom i3 bereits 26.631 an den Mann oder die Frau gebracht. Der Nischenwagen i8 brachte es auf 2783 Exemplare.

Bisher eher ein Nischenprodukt

Bisher eher ein Nischenprodukt: Der i8 von BMW.

Quelle: imago stock&people

Porsche war der erste Automobilhersteller im Premiumsegment, der mit Panamera, Cayenne und 918 Spyder drei Plug-in-Hybride auf den Markt gebracht hatte. Im Leipziger Werk (4100 Beschäftigte) werden der Panamera und der Cayenne gefertigt.

Auch Porsche setzt auf Elektro-Antrieb

Auch Porsche setzt auf Elektro-Antrieb: Das ist die Hybrid-Version des Geländewagens Cayenne.

Quelle: dpa

Im Frühjahr dieses Jahres feierte der neue Panamera Turbo S E-Hybrid seine Weltpremiere. Vorstandschef Oliver Blume sagt der Elektromobilität eine „große Perspektive” voraus. Der Wechsel vom Verbrenner zur Elektromobilität werde schrittweise erfolgen. „Da wird keiner den Hebel umlegen, und dann fährt man nur noch e-Autos.” Porsche habe wegen des 2019 auf den Markt kommenden e-Porsches (Mission E) am Stammwerk in Zuffenhausen im Übrigen bereits 1200 neue Jobs geschaffen.

Der „Mission e“ gilt als Leuchtturmprojekt. Der erste rein elektrisch angetriebene Sportwagen von Porsche bietet 500 Kilometer elektrische Reichweite, nur 15 Minuten Ladezeit, um die Batteriekapazität zu 80 Prozent aufzuladen, sowie 600 PS Systemleistung.

Eine Million Elektroautos pro Jahr verkaufen

Auch die Porsche-Mutter, der Volkswagen-Konzern, hat die Zeichen der Zeit erkannt. „Unser langfristiges Ziel ist klar: Wir wollen bis 2025 Weltmarktführer in der Elektromobilität werden”, sagte VW-Markenchef Herbert Diess. Geplant ist, dann eine Million Elektroautos pro Jahr zu verkaufen. Von der damit einhergehenden Produktoffensive werden auch die sächsischen Standorte des niedersächsischen Autoriesen profitieren.

Der e-Golf von Volkswagen

Der e-Golf von Volkswagen.

Quelle: Uli_SonntagUli_Sonntag

Seit März wird in der Gläsernen Manufaktur in Dresden bereits der E-Golf montiert. Kernelement der neuen Strategie wird aber die I.D.-Familie sein. Sie wird laut Diess aus vier Modellen bestehen und ab 2020 auf den Markt kommen. Das völlig neu entwickelte Elektroauto I.D. wird im Werk in Zwickau gefertigt.

Das neue Elektroauto von VW

Das neue Elektroauto von VW: das I.D.

Quelle: dpa

Ende 2019 soll die Produktion dort anlaufen, 300 Millionen Euro wird VW dafür investieren. Der Golf und der Passat bleiben. VW wird in die erforderliche Umrüstung in Zwickau rund 300 Millionen Euro stecken. Dort werden auch weiterhin der Golf und Passat gebaut. Denkbar ist, dass der I.D. später in Dresden den e-Golf ablösen wird. Mit diesem Maßnahmenpaket will VW die 9700 Arbeitsplätze im Freistaat sichern.

Chinesen drängen auf den Elektroauto-Markt

Und ein weiteres Projekt zeichnet sich ab. Nach Angaben des sächsischen Wirtschaftsministeriums beabsichtigt der chinesische Autozulieferer Beijing WKW Automotive, in Rothenburg in der Lausitz für 1,139 Milliarden Euro eine Fabrik für die Herstellung von Premium-Elektroautos hochzuziehen. 1000 Arbeitsplätze soll das bringen. Der Freistaat sei “ein Top-Standort in der Autoindustrie”, schrieben die Chinesen in einer Pflichtveröffentlichung für die Börse in Shanghai. Sachsen steht bei den Elektroautos also unter Strom.

Der Leipziger Andreas Pankau testet für die LVZ eine Woche lang den neuen e-Golf auf seine Alltagstauglichkeit. Hier lesen Sie von seinen Erfahrungen mit dem Elektro-Auto.

Von Ulrich Milde

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