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Aktuelles Tropfender Wasserhahn: So funktioniert die Reparatur
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14:05 16.09.2016
Meist ist eine defekte Dichtung der Armatur schuld an tropfenden Wasserhähnen. Foto: Kai Remmers
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Köln

Ein undichter Wasserhahn kann zur Nervenprobe werden. Das stetige Tropfen lässt sich einfach nicht ignorieren. Also lieber schnell die Ursache beseitigen.

"In den meisten Fällen funktioniert die Dichtung der Armatur nicht mehr vollständig", erklärt Andreas Braun vom Zentralverband Heizung Klima Sanitär in Sankt Augustin. Ältere Gummidichtungen können durch Temperaturbelastungen und chemische Prozesse porös werden. Dann entweicht das Wasser tröpfchenweise auch bei geschlossenem Wasserhahn. "Bei hochwertigen, modernen Dichtungen passiert das aber kaum noch", so Braun.

Leckt der Wasserhahn erst einmal, hilft nur eine Reparatur. "Bei Einhebelarmaturen muss die Kartusche ausgewechselt werden", erklärt Michael Pommer, Trainer bei der Do-it-yourself-Academy in Köln. Bei Mischbatterien mit zwei Hähnen zum Drehen ist es in der Regel mit dem Ersatz der alten Gummidichtung getan. "Meist reicht es, sie zu erneuern. Aber es kann auch sein, dass der Ventilsitz freigefräst werden muss, damit die neue Dichtung richtig sitzt. Dann wird es eine etwas größere Reparatur", so Pommer.

Vor Beginn der Arbeiten muss die Wasserzufuhr unterbrochen werden. Dazu werden die Sperr- oder Eckventile unter dem Waschbecken geschlossen. Das sind die Wartungsventile.

Bei Einhebelarmaturen befindet sich im Innern der Armatur eine Kartusche, die kaltes und heißes Wasser mischt. Tropft der Hahn, liegt das oft an einer defekten Kartusche. "Ob diese austauschbar ist, hängt vom Modell ab. Bei Markenprodukten ist der Wechsel meist möglich. Preiswerte Modelle lassen sich oft nicht reparieren und müssen komplett ersetzt werden", erklärt Pommer.

Um den Dichtungsring in einer Mischbatterie auszutauschen, wird zuerst die Abdeckklappe des Griffs entfernt. Sie kann wie ein grauer Deckel aussehen, ist aber häufig auch rot beziehungsweise blau. Dann löst man mit dem Schraubenzieher die im Griff sitzende Schraube. Danach lässt sich der Griff ganz leicht abnehmen, so dass der Ventilkörper frei liegt.

"Das Ventil ist fest mit der Armatur verschraubt", so Pommer. Mit einem passenden Maulschlüssel kann man es abmontieren und kommt dann an den Dichtungsring heran." Anschließend wird die alte Dichtung herausgenommen und durch eine neue ersetzt. "Sollte die alte Dichtung nur verkalkt sein, kann man sie auch in ein Essigbad legen, bis sich die Ablagerungen lösen und hinterher weiter verwenden."

Anschließend wird das Ventil wieder eingesetzt, festgeschraubt und der Griff samt Abdeckklappe montiert. Danach wird der Vorgang beim zweiten Griff wiederholt. "Wenn es dann beim Probelauf nicht mehr tropft, war die Reparatur erfolgreich."

Manchmal ist es aber nicht damit getan, einfach nur die Gummielemente auszutauschen. "Die Schäden liegen mitunter tiefer und können übersehen werden", betont Braun. Beispielsweise kann der Ventilsitz korrodiert oder sogar gebrochen sein. Dann muss er ausgefräst werden, was einige Fachkenntnis erfordert. Oder das gesamte Hahnoberteil ist gebrochen und muss vollständig ausgetauscht werden. "Bei Installationsarbeiten ist eine sorgfältige und saubere Arbeitsweise notwendig", sagt er. "Denn jede Reparatur ist auch ein Eingriff in das sensible Trinkwassersystem mit seinem hohen Hygienestandard. Bei tiefgehenden Schäden ist ohnehin immer ein Fachmann notwendig."

dpa

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