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15:46 09.10.2015
Eine Photovoltaikanlage auf dem Hausdach produziert Strom. Damit sie diesen dann nutzen können, wenn die Sonne mal nicht scheint, nutzen immer mehr Hausbesitzer Solarspeicher. Quelle: Andrea Warnecke
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Berlin

Der Eigenverbrauch von Solarstrom lässt sich durch einen Speicher steigern. So steht die erzeugte Energie auch nachts oder bei Bewölkung zur Verfügung. Bei neuen Anlagen sind Batteriespeicher oft schon dabei.

Alte Anlagen lassen sich nachrüsten. Wann sich das lohnt, ist nach Berechnung des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) in Berlin abhängig vom Jahr der Installation.

Wurde die Photovoltaikanlage vor 2009 installiert, sei es vorteilhafter, den Strom vollständig ins Netz einzuspeisen. Denn für diese Systeme erhalten Hausbesitzer noch hohe Einspeisevergütungen. Ging die Solaranlage aber zwischen 2009 und 31. März 2012 in Betrieb, lohne sich die Nachrüstung. Denn wer auf die Einspeisevergütung verzichtet und den Strom selbst verbraucht, bekommt einen Eigenverbrauchsbonus.

Grundsätzlich gilt laut BSW-Solar: Solange der Betrag, den man für den in öffentliche Netze eingespeisten Solarstrom erhält, über dem aktuellen Strompreis des Energieversorgers liegt, ist die Einspeisung prinzipiell wirtschaftlicher als der Selbstverbrauch.

Für die Anschaffung gibt es aktuell staatliche Förderung in Form von zinsgünstigen Darlehen. Zusätzlich werden bis zu 30 Prozent der Kosten als Tilgungszuschuss übernommen. Allerdings gilt das nur, wenn die dazugehörige Photovoltaikanlage ab 2013 in Betrieb ging und ihre Leistung unter 30 Kilowatt bleibt.

Bei der Auswahl sollten Hausbesitzer von Photovoltaikanlagen unter anderem die Zyklenzahl der Modelle vergleichen. Sie gibt an, wie oft ein Speicher sich entladen und wieder vollständig beladen kann. Manche Hersteller garantierten 5000 Zyklen und mehr, im Normalbetrieb erreichten Anlagen rund 250 pro Jahr. Gut zu wissen: Am Ende der Lebensdauer werden die Systeme den Angaben zufolge kostenlos vom Installationsbetrieb zurückgenommen und fachgerecht weiterverwertet.

Wichtig ist auch der Wirkungsgrad. Er gibt an, wie viel der eingespeisten Energie nach der Speicherung tatsächlich abgerufen werden kann. 90 Prozent und mehr sind je nach Technik möglich. Informieren sollten sich Hausbesitzer auch über die Nennkapazität. Diese Zahl gibt an, wie viel Strom einem Speicher theoretisch maximal entnommen werden kann. Der Verband gibt ein Rechenbeispiel: Ein Solarstromspeicher mit 4 Kilowattstunden Nennkapazität und einer Entladetiefe von 90 Prozent hat eine nutzbare Kapazität von 3,6 Kilowattstunden.

Am häufigsten verkauft werden den Angaben zufolge Batteriezellen auf Lithium-Basis, gefolgt von Speichern mit Blei-Batterien. Erstere weisen aufgrund ihrer Zellchemie eine deutlich höhere Entladetiefe auf. Recht neu im Handel sind Flüssigbatterien, die Redox-Flow-Systeme.

dpa

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