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Zuhause - Wohnen, Einrichten, Gestalten Auf dem Bismarckturm im Norden Leipzigs
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14:27 27.09.2017
Die Vorsitzende des Bismarckturmvereins, Kerstin Hillmann, begrüßt Besucher am und im Bismarckturm. Vom Turm schweift der Blick hinter dem Kuppeldach der alten Sternburg-Brauerei über Leipzigs Skyline. Quelle: Dirk Knofe
Lützschena-Stahmeln

Die Vorsitzende des Bismarckturmvereins öffnet die schwere Holztür unter dem Portal und erzählt dabei von der Geschichte des massiven Turms. Ein Denkmal, das sich die Jugend immer wieder zunutze gemacht hat.

Entstanden ist er um die Jahrhundertwende auf Initiative der Studentenschaft. Zu Ehren des ersten Reichskanzlers Otto von Bismarck sollten deutschlandweit Türme gebaut werden, die über Leuchtfeuer auf dem Dach miteinander kommunizierten. Der Bismarckturm in Leipzig ist einer von 124 in Deutschland. „Zu DDR-Zeiten geriet der Turm in Vergessenheit“, erzählt Hillmann. „Also haben die Jugendlichen aus der Gegend hier ihren Geheimtreff eingerichtet.“ Dabei kam es auch zu einigen Verwüstungen im ohnehin verfallenen Turm. Seit dem 10. Januar 1997 kümmert sich der Verein darum, dass das Baudenkmal im Leben der Leipziger verankert bleibt.

An jedem Sonntag im Sommer öffnet der Bismarckturm seine Türen: Im Inneren zeigt Kerstin Hillmann eine vom Leipziger Künstler Dietmar Lenz geschaffene Büste Otto von Bismarcks, Infotafeln berichten ausführlich über den Bau und seine Geschichte. Regelmäßig finden auch Veranstaltungen am und im Turm statt – etwa am 21. Oktober das Drachenfest für Familien und am 3. Dezember das traditionelle Weihnachtsliedersingen mit dem Chor Molto Vocale aus dem benachbarten Schkeuditz.

Die Arbeit am Turm ist aber lange nicht erledigt: „Wir möchten als nächstes die Treppenstufen sanieren“, so Hillmann. Dafür ist der Verein auf Spenden angewiesen. Schon in der Vergangenheit haben ortsansässige Firmen für den Erhalt gespendet und bei der Sanierung angepackt. „Wir freuen uns natürlich, wenn der Bismarckturm den Leipzigern am Herzen liegt.“ Neue engagierte Mitglieder sind im Verein also jederzeit willkommen.

Die könnten schon im nächsten Frühjahr und Sommer Besucher auf den Turm führen. „Bei schönem Wetter kann man bis zum Petersberg sehen“, sagt Kerstin Hillmann und zeigt in Richtung Nordwest. Auf der anderen Seite erstreckt sich die Leipziger Skyline – mit Völkerschlachtdenkmal, Uniriese und Messehochhaus. Und allein für diese Aussicht lohnt sich das Treppensteigen.

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