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Familie 9 Tipps für den Schuhkauf
Mehr Familie 9 Tipps für den Schuhkauf
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13:42 05.10.2017
Füße tragen Menschen durchs Leben und sollten im passenden Schuhwerk Platz nehmen. Quelle: Pixabay © Myriams-Fotos
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1.    Die richtige Länge & Breite auswählen

Zu den wichtigsten Kriterien gehört die Passgenauigkeit: Ein Schuh sollte immer größer als der Fuß sein, für den er gekauft wird. Der Unterschied beträgt ungefähr eine Daumenbreite direkt vor den Zehen. Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang von der Zugabe. Andernfalls würde ein Schuh gerade an der breitesten Stelle beim Vorfuß nur unzureichend Halt finden. Die breiteste Stelle der Füße befindet sich zwischen dem Innen- und dem Außenballen. In diesem Bereich ist von der Weite die Rede. Grundsätzlich können die Ballenbreite und die Weite weit auseinanderliegen. Das Ergebnis ist ein schmaler, breiter oder normalbreiter Fuß.

2.    Fußbett und Einlagen kombinieren

Neben dem ergonomischen Fußbett bilden Einlagen in den Schuhen eine optimale Möglichkeit, für individuellen Gehkomfort zu sorgen. Bei der Auswahl ist es entscheidend, die Ballenbreite zu messen, um die passenden Einlagen auszuwählen. Auch die Fersenstärke und die Vorderfußstärke haben maßgeblichen Einfluss auf eine optimale Passgenauigkeit.

Häufig ist auch von Gesundheitsschuhen die Rede. Das sind Modelle mit speziellen Einlagen, die exakt auf die individuellen Maße der Füße abgestimmt sind. Gerade für Menschen, die unter Gehproblemen leiden, kann eine Korrektur über die passenden Einlagen zu einer merklichen Verbesserung führen.

3.    Schmerzunempfindlichkeit von Kindern beim Schuhkauf

Zumeist schadet nicht ein einzelner Schuh. Die meisten Probleme resultieren aus einem langen Tragen sehr kurzer, unpassender Schuhe. Gerade bei Kindern ist von einer Schmerzunempfindlichkeit auszugehen. Ein Kind kann einem Erwachsenen keine Auskunft geben, ob der jeweilige Schuh wirklich passt. Selbst der Daumendruck-Test gibt keine sichere Information und erhöht das Risiko, genau die falschen Schuhe zu kaufen. Gerade hier ist eine Fachberatung sinnvoll – denn besonders wenn es um spezielle Events geht, wollen Kinder lieber ein paar schöne, aber unpassende Schuhe haben, als etwas passendes, das nicht ihrem Geschmack entspricht. Hier gilt es, die richtige Mischung zu finden.

4.    Oberfläche und Material der Schuhe passend wählen

Tatsächlich fallen die Füße über den Tag hinweg unterschiedlich aus. Nicht zuletzt die Transpiration und der Grad der Bewegung wirken sich maßgeblich auf den Schuhkauf aus. Bei Lederschuhen ist sogar spezielles Schuhwerk für den Abend und den Morgen empfehlenswert, da es durch die Feuchtigkeit der Füße eine individuelle Form annimmt.

Ein Schuh sollte niemals zu einer Feuchtekammer mutieren, denn so steigt das Risiko von Pilzen, die sich in der feuchtwarmen Umgebung sehr wohlfühlen. Insbesondere Schuhwerk aus dichtem und nicht atmungsaktivem Material, wie Gummi und imprägnierte Textilien, sollten nur ein paar Stunden im Einsatz sein. Schlussendlich ist das Obermaterial maßgeblich verantwortlich für das Fußklima.

5.    Sportschuhe regelmäßig erneuern

Grundsätzlich ist bei den Laufschuhen nach einer Laufbandanalyse vorzugehen. Bei einem wöchentlichen Laufpensum von 20 km sind die Schuhe regelmäßig zu wechseln. Ab ca. 1.000 km ist die Luft raus und es wird Zeit für einen neuen Laufschuh. Schlussendlich hat sich nach diesem Zeitraum die Dämpfung unter Einfluss des Gewichts und des Untergrunds abgenutzt. Der Sportschuh verliert in diesem Zeitraum an Elastizität, was sich in sinkendem Komfort bemerkbar macht.

6.    Lauftyp analysieren und Schuh auswählen

Gerade bei Laufproblemen ergibt es Sinn, vor dem Schuhkauf mit dem Orthopäden zu sprechen. Zum Beispiel würden die Füße im Falle einer Überpronation zu stark nach innen abknicken. Hier sind so genannte Stabilitätsschuhe die richtige Wahl. Im Fachhandel können die Kunden zwar keine medizinische Beratung erwarten, dennoch eine persönliche Empfehlung auf die eigenen Füße.

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7.    Die Vorteile handgefertigter Schuhe schätzen

Erstklassige Schuhe, die perfekt zu den Füßen passen, halten z.T. ein Leben lang. Wobei es sich hierbei um traditionelle Handarbeit handelt, die erst ab etwa 300 € verfügbar ist. So belieferten Traditionshäuser wie Eduard Meyer aus München einst sogar die bayerischen Könige und vertreiben noch heute hochpreisiges Schuhwerk in handgemachter Qualität. Die Hersteller sichern eine jahrzehntelange Lebensdauer zu, vorausgesetzt ihre Besitzer lassen ihrem Schuhwerk die korrekte, regelmäßige Pflege zukommen. Ein Fachmann ist in der Lage, handgemachte Schuhe zu reparieren und in Stand zu setzen. Ein Halbschuh kostet allerdings um die 1400 Euro und benötigt etwa 20 Stunden Arbeitszeit.

8.    Schuhwerk passend zur Saison und Belastung auswählen

Grundsätzlich sind gerade Laufschuhe und Wanderschuhe aus atmungsaktiven Materialien gefragt. Sie lassen sich ohne weiteres als Multifunktionsschuh bezeichnen, der weit über die Standardfunktionen hinausreicht. Passform und Qualität gehen nicht nur auf die individuelle Form der Füße ein, sondern bieten auch bei stärkeren Belastungen einen praktischen Rundum-Schutz. Ob Wandern, Laufen, Spazierengehen oder Freizeit: Insbesondere die Verwendungszwecke entscheiden beim Kauf der passenden Schuhe.

Was für den Outdoor- und den Sportbereich gilt, macht auch nicht vor Freizeit, Privatleben und Beruf Halt. So setzen die klassischen Büroschuhe beim Mann auf den neutralen Schnürer und bei der Frau auf Pumps mit kurzer Hacke, eleganten Sneaker und Halbschuhe. Gerade bei Tätigkeiten im Stehen und im Laufen gilt es, auf ergonomische Schuhe zu setzen, da die Füße über den Tag hinweg enormen Belastungen ausgesetzt sind.

9.    Design geht niemals über Komfort

Auch wenn der Großteil sich ausgehend vom Design und der Aufmachung entscheidet, sollten Fußbett, Material und Schuhwerk durch Tragekomfort glänzen. Bereits bei der ersten Anprobe darf der Schuh nicht zu zwicken oder den Fuß einengen. Von daher ist es notwendig, einen neuen Schuh zunächst einmal mit ein paar Strümpfen anzuprobieren und Probe zu laufen.

Einen passenden Schuh erkennen potenzielle Besitzer auf den ersten Blick. Beim Kauf sollte sich niemand vom Design und einer aufwändigen Aufmachung blenden lassen. Wenn der Schuh schon beim ersten Probelaufen unangenehm auffällt, gehört er definitiv nicht an den eigenen Fuß. Auf Dauer können Fußschäden und Gehprobleme die Folge von unpassendem Schuhwerk sein.

Redaktion

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