Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Aktuelles Job-Verlust ist häufigste Ursache für Überschuldung
Mehr Finanzen Aktuelles Job-Verlust ist häufigste Ursache für Überschuldung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:52 29.06.2017
Auffällig bei den beratenen Schuldnern: Viele brauchen mehr als ein Drittel ihres durchschnittlichen Nettoeinkommens für Wohnkosten. Quelle: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa
Anzeige
Wiesbaden

Wer sich in Deutschland überschuldet, hat zuvor häufig seinen Arbeitsplatz verloren. Das trifft auf 21 Prozent der gut 617 000 Menschen zu, die im vergangenen Jahr eine Schuldnerberatungsstelle aufgesucht haben, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Erkrankung, Sucht oder Unfall (zusammen 15 Prozent) sowie Trennung, Scheidung oder Tod des Partners (zusammen 13 Prozent) sind weitere gewichtige Auslöser für hohe Schulden, die möglicherweise nicht mehr zurückgezahlt werden können. 

Nicht einmal jeder Zehnte (8 Prozent) ist überschuldet, weil er mit seiner Selbstständigkeit gescheitert ist. Auch längerfristiges  Niedrigeinkommen (6 Prozent) ist vergleichsweise selten ein Grund.

Die beratenen Schuldner benötigten mehr als ein Drittel ihres durchschnittlichen Nettoeinkommens für Wohnkosten, wie die Statistiker erklärten. Mit einem Einkommensanteil von 38 Prozent für eine Wohnung liegen beratene Personen damit deutlich über dem Durchschnitt der Gesamtbevölkerung (27 Prozent).

Schuldner in Deutschland müssen im Schnitt zehn Wochen auf eine professionelle Beratung warten - in besonders schweren Fällen kann dies schon zu spät sein. Für Menschen in finanziellen Schwierigkeiten ist eine schnelle Hilfe wichtig, da oft Zahlungsfristen und Mahnverfahren mit weiteren Gebühren im Raum stehen, wie das Amt warnt.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Für Rentner gibt es zwei gute Nachrichten: Sie erhalten mehr Geld. Und die Erhöhung erfolgt automatisch. Allerdings wird die erhöhte Rente nicht allen gleichzeitig ausgezahlt. Das hat seinen Grund.

28.06.2017

Der Anspruch auf einen Kitaplatz hat Vorrang vor Finanzierungsproblemen der Kommunen. So darf einem Kind der Betreuungsplatz nicht wegen fehlender Kapazitäten verwehrt werden. Das zeigt ein Urteil des Sächsischen Oberverwaltungsgerichts.

28.06.2017

Immer wieder kommt es vor, dass ein Testament den Nachlass nicht so regelt, wie es der Erblasser eigentlich wünscht. Daher ist es wichtig, sich rechtzeitig über das Vermögen und die Begünstigten Gedanken zu machen. Diese Schritte helfen dabei:

28.06.2017
Anzeige