Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Aktuelles Test: Pflegezusatzversicherung nicht immer eine gute Wahl
Mehr Finanzen Aktuelles Test: Pflegezusatzversicherung nicht immer eine gute Wahl
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:26 17.10.2017
Wer für den Pflegefall vorsorgen will, sollte sich die Tarife gut ansehen. Quelle: Arno Burgi/dpa
Anzeige
Berlin

Pflege ist oft teuer. Vor hohen finanziellen Belastungen kann eine private Pflegezusatzversicherung schützen. Allerdings ist eine solche Police nach Ansicht der Stiftung Warentest nur sinnvoll, wenn Versicherte die Beiträge lebenslang aufbringen können.

Die Experten haben 31 Pflegetagegeldtarife und vier Pflegekostentarife für die Zeitschrift "Finanztest" (Heft 11/2017) untersucht. Im

Test schnitten für den 55-jährigen Modellkunden 18 von 31 geprüften Pflegetagegeldtarifen gut ab. Und das für etwa 87 Euro Beitrag im Monat.

Die Tester bewerteten sowohl das Leistungsniveau im Verhältnis zum Beitrag als auch die Vertragsbedingungen. Für 45-jährige Modellkunden fand "Finanztest" zwei sehr gute Tarife.

Die staatlich geförderte private Pflegezusatzversicherung, den sogenannten Pflege-Bahr, empfehlen die Warentester nicht. Diese Absicherung ist laut "Finanztest" verhältnismäßig teuer und schließt die Versorgungslücke nicht.

Wer langfristig ein sicheres und ausreichend hohes Einkommen hat, so dass er die Beiträge und die absehbaren Beitragserhöhungen lebenslang aufbringen kann, ist grundsätzlich mit einer Pflegezusatzversicherung gut bedient. Ein guter Zeitpunkt für den Abschluss ist mit Anfang Mitte 50. Wer bereits mit Mitte 40 in einer beruflich gesicherten Situation ist, sollte den Abschluss nicht hinauszögern.

Wer aber ein begrenztes Einkommen hat und weiß, dass sich das auch im Alter voraussichtlich kaum ändern wird, sollte einen Abschluss gut abwägen, raten die Experten. Der Grund: Muss die private Zusatzversicherung gekündigt werden, verliert der Kunde nicht nur den Versicherungsschutz, sondern erhält auch das eingezahlte Geld nicht zurück.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein Testament muss handschriftlich verfasst werden. Doch was, wenn der Erblasser gesundheitlich nicht mehr in der Lage ist, mit der gewohnten Hand zu schreiben? Darf er dann auch statt der rechten Hand die linke Hand nutzen? Ein Urteil gibt Aufschluss.

18.10.2017

Die Kosten für Strom aus Wind und Solarenergie sinken minimal. Was Verbrauchern aber kaum nützt. Denn Milliarden-Rabatte für die Industrie und die Netzkosten halten den Strompreis hoch.

16.10.2017

Beim Reisen oder Shoppen kommt die Kreditkarte oft zum Einsatz. Viele Kartenanbieter locken mit scheinbar kostenlosen Angeboten. Doch dann entpuppen sie sich die Karten doch als teuer. Ein Test zeigt: Es gibt aber auch günstige Kreditkarten.

16.10.2017
Anzeige