Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Steuer-Tipps Zusammenveranlagung bei Ehegatten im Pflegeheim
Mehr Finanzen Steuer-Tipps Zusammenveranlagung bei Ehegatten im Pflegeheim
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:25 09.10.2015
Eine Zusammenveranlagung ist bei Ehegatten auch möglich, wenn sie getrennt leben. Allerdings muss es dafür einen berechtigten Grund geben - etwa wenn jemand schwer erkrankt ist. Quelle: Armin Weigel
Anzeige

Berlin (dpa/tmn) - Eine Zusammenveranlagung bei getrennt lebenden Ehegatten ist möglich, wenn berechtigte Gründe vorliegen - wie beispielsweise eine schwere Krankheit. Darauf weist Constanze Grüning vom Bund der Steuerzahler hin und stützt sich auf ein Urteil des Finanzgerichts Niedersachsen.

Im konkreten Fall (Az.: 13 K 225/14) lebte die Ehefrau krankheitsbedingt in einem Pflegeheim, ihr Mann zog mit seiner Lebensgefährtin zusammen. Das zuständige Finanzamt sah dadurch die Gemeinschaft als aufgehoben an. Es lehnte den Antrag auf Zusammenveranlagung ab. Denn die zum Wesen der Ehe gehörende Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft sei dadurch endgültig aufgehoben.

Zu Unrecht entschieden die Richter des Finanzgerichts Niedersachsen. Die räumliche Trennung hätte zwingende Gründe. Eine Lebensgemeinschaft lasse sich an unterschiedlichen Kriterien definieren, unter anderem an der räumlichen, persönlichen und geistigen Beziehung zum anderen Ehegatten. Nach Auffassung der Richter habe der Ehemann in diesem Fall die eheliche Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft so gut wie möglich aufrechterhalten. Denn er besuchte seine Ehefrau fast wöchentlich und übernahm ihre Pflegekosten. Außerdem war er ihr rechtlicher Betreuer. Eine abschließende Entscheidung dazu muss nun der Bundesfinanzhof (BFH) in einem Revisionsverfahren treffen (Az.: III R 15/15).

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Eine Kündigung trifft Arbeitnehmer hart. Eine Abfindung vom Chef tröstet sie ein wenig. Allerdings nur so lange bis das Finanzamt kommt. Denn eine Abfindung muss versteuert werden. Allerdings können Arbeitnehmer mit einem Trick die Summer verringern.

09.10.2015

Wer eine Feier mit Kollegen als Werbungskosten angeben möchte, um die Steuer zu mindern, muss bestimmte Regeln beachten. Die Aufwendungen müssen in einem beruflichen Zusammenhang stehen - bei Jobwechsel oder Ruhestand ist dies der Fall.

09.10.2015

Glück oder Geschicklichkeit? Spaß am Spiel oder Ziel der Gewinnerzielung? Wer beim Pokern viel gewinnt, bekommt unter Umständen Post vom Finanzamt.

09.10.2015
Anzeige