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Aktuelles Den Pflanzen zuliebe auf Streusalz verzichten
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11:37 05.02.2018
In vielen Kommunen ist der Einsatz von Streusalz bereits verboten. Denn es schadet Tieren, Pflanzen und Gewässern. Eine umweltfreundliche Alternative ist etwa Holzspäne. Quelle: Patrick Pleul
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Berlin

Der Umwelt und den Pflanzen im Garten zuliebe kommt bei Schnee und Glätte besser kein Streusalz zum Einsatz. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) empfiehlt stattdessen, auf Späne zurückzugreifen.

Was ist das Problem mit Streusalz?

Streusalz ist vielerorts bereits verboten. Das regeln kommunale Satzungen. Denn Streusalze gelten als schädlich für Tiere, Pflanzen und Gewässer. Bei Tieren können sie zum Beispiel für entzündete Pfoten und Augen sorgen. Denn das übliche Streusalz besteht laut BUND hauptsächlich aus Natriumchlorid, also Kochsalz.

Inwiefern schadet Streusalz den Pflanzen?

Das Salz löst sich auf und versickert mit dem Schmelzwasser im Boden. Dort gelangt es an die Wurzeln und in die Zellen der Pflanzen. Diese können daraufhin nicht mehr ausreichend Wasser und Nährstoffe aufnehmen, der Blattaustrieb verzögert sich, Laub fällt früher ab als üblich, zählt der BUND auf. Auch kann ein geschwächter Baum eher von Pilzen und Bakterien befallen werden. Die Folge: Die Pflanze stirbt langsam. Meist werden die Schäden sogar erst im Sommer deutlich - besonders an Straßenbäumen wie Linde, Ahorn und Rosskastanie. Aber auch Heckengehölze reagieren empfindlich auf Salze.

Was sind gute Alternativen?

Es ist meist schon ausreichend, Schnee rechtzeitig vom Weg abzukehren. Gefriert der Boden aber, sind abstumpfende und rutschhemmende Mittel wie Sand, Kies, Splitt aus Steinen oder Sägespäne die Empfehlung der Umweltschützer. Holzasche aus dem eigenen Kamin eigne sich auch, allerdings könne sie rascher fortgeschwemmt werden. Kohlenasche sei aber tabu, da sie Schadstoffe enthalten kann. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte Streumittel mit dem Umweltzeichen Der Blaue Engel kaufen. Die damit markierten Produkte sind frei von Salz und anderen umweltschädlichen Stoffen.

dpa

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