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15:43 09.10.2015
Für den Kompost eignet sich ein luftdurchlässiges Silo aus Holzbrettern. Quelle: Andrea Warnecke
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Berlin

Der Herbst ist die perfekte Zeit, um im Garten einen Komposthaufen anzulegen. "Das Klima ist ausgewogen, es ist nicht zu warm und nicht zu kalt", sagt Thomas Wagner vom Bundesverband Deutscher Gartenfreunde.

Die Jahreszeit bekommt den Mikroorganismen, die im Kompost aktiv sind. Denn sie brauchen sowohl Sonne als auch Feuchtigkeit. Auch das anfallende Herbstlaub kann für den Kompost verwendet werden.

Doch Vorsicht: Gärtner sollten nicht das ganze Laub auf den Kompost verfrachten. "Der Kompost sollte nur etwa aus 20 Prozent aus Laub bestehen", rät Wagner. Das übrige Laub eignet sich etwa als Mulchdecke oder als Schutz für Tiere wie Igel oder Erdkröten. Auch der Kompost ist ein guter Unterschlupf für Tiere, die einen Winterschlaf halten.

Wagner empfiehlt für den Bau des Komposts ein offenes Leichtmetall-Silo oder eines aus Holzbrettern. Wichtig ist, dass das Silo luftdurchlässig ist. "Ansonsten kippt der Kompost um und fängt an zu faulen." Ein freier Haufen ohne Silo erfordert etwas mehr Geschick. Außerdem ist der Kompost dann an den Seiten nicht vor Erosion geschützt. Am Boden rät Wagner zu einer "Matratze aus Zweigen und Ästen". Wichtig ist auch hier, dass er nach unten hin nicht völlig geschlossen ist. "Tiere wie Würmer oder Schnecken müssen ja noch einwandern können."

Dass ein Kompost stinke und Ungeziefer anziehe, sei ein Gerücht, stellt Wagner klar. "Gartenabfälle locken keine Ratten an." Schließlich könnten die Ratten genauso gut die frischen Früchte im Garten fressen statt die verfaulten auf dem Kompost. "Und das tun sie ja auch nicht." Entscheidend ist allerdings, dass keine gegarten Speisen aus der Küche oder Fleisch dort landen.

dpa

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