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Aktuelles Kartoffeln und Äpfel: Bodenlager fürs Wintergemüse
Mehr Garten Aktuelles Kartoffeln und Äpfel: Bodenlager fürs Wintergemüse
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07:50 13.09.2016
Ist im Hauskeller zu wenig Platz, lässt sich die Apfelernte auch in einem Erdkeller lagern. Quelle: Arno Burgi
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Neustadt/Weinstraße

Kein Platz im Keller oder in der Küche für das selbst angebaute Gemüse und Obst? Gerade über den Herbst und Winter lassen sich viele Früchte wie Birnen und Äpfel noch lange lagern, aber auch Kartoffeln, Möhren, Sellerie und Kohl.

Einen Platz finden diese im Garten, in der sogenannten Erdmiete oder im Erdkeller - eine sehr alte, traditionelle Form der Lagerung. Im Grunde handelt es sich um ein Loch im Boden. Eine Drainageschicht Sand schützt die Früchte vor der Nässe der Erde und ein Maschendraht vor hungrigen Nagetieren. Obenauf kommt ein Brett, erklärt die

Gartenakademie Rheinland-Pfalz.

Der Standort des Lochs sollte an einem geschützten, trockenen, schattigen Platz liegen, etwa an der Nordseite eines Gebäudes. Dort rund 30 bis 40 Zentimeter tief und 150 Zentimeter breit Boden ausheben. Fünf Zentimeter hoch Sand einfüllen, darüber das Drahtgitter gegen Mäuse legen.

Ist das Gemüse und Obst in der Grube, kommt das Brett obendrauf, wobei an den Rändern etwas Stroh darunter eingeschoben und eingeklemmt wird. Diese Schicht sorgt für Luftaustausch. Über dem Brett folgt dann noch mehr Stroh als isolierende Schicht. Alternativ taugt Laub. Darüber kommt etwas Erde. Entnommen wird die Ernte nur an frostfreien Tagen, und danach wird das Lager wieder verschlossen, erklärt die Gartenakademie.

Die Alternative für kleinere Lagermengen ist ein Eimer aus Kunststoff oder ein Baukübel mit Deckel, der einfach eingegraben wird. Auch hier ist es wichtig, dass Luftaustausch stattfinden kann - daher ein Loch in das Gefäß bohren und ein gekrümmtes Rohr oder einen Schlauch hineinstecken. Über dem Deckel sollte ebenfalls etwas Isolierendes liegen, zum Beispiel Luftpolsterfolie oder Styropor. In diesem Sonderfall hat die Ernte keinen Kontakt zur Erde. Daher raten die Experten hier, nicht komplett trockenen Sand zu nutzen.

dpa

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