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Aktuelles Mit Zucker: Erdraupen anlocken
Mehr Garten Aktuelles Mit Zucker: Erdraupen anlocken
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07:49 13.09.2016
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Neustadt/Weinstraße

Den Befall des Gemüsebeetes mit Erdraupen merkt man meist erst, wenn es zu spät ist: Größere Salate beginnen plötzlich zu welken. Hebt man sie an, ist der Wurzelhals durchgebissen.

Und kleinere Pflanzen werden nicht selten ganz aufgefressen, berichtet die Gartenakademie Rheinland-Pfalz. Die Blätter werden dabei teilweise in die Erde hineingezogen. Aber auch Wurzelgemüse wie Möhren, Sellerie, Kartoffeln, Zwiebeln und Lauch werden angenagt oder sogar ausgehöhlt.

Das Problem ist die Lebensweise der Schädlinge: Erdraupen lassen sich kaum direkt bekämpfen, denn sie halten sich im Boden auf und werden folglich kaum entdeckt.

Am besten locken Hobbygärtner daher die Raupen erst an, um sie dann zu vernichten. Ein gutes Lockmittel ist ein Gemisch aus 200 Gramm Getreide-Kleien, drei Esslöffeln Zucker und der doppelten Menge Wasser. Die Köder kommen auf das betroffene Beet, werden jeweils abends und am frühen Morgen kontrolliert und die Raupen abgesammelt.

Grundsätzlich hat der Hobbygärtner weitere Möglichkeiten: In den ersten beiden Larvenstadien lassen sich die Tiere noch an den oberirdischen Teilen der Pflanze entdecken. Hier kann ein Präparat auf Basis des Bakteriums Bacillus thuringiensis ausgebracht werden, erklärt die Gartenakademie. Auch lassen sich die Früchte im Beet vorbeugend mit Kulturnetzen abdecken. So kann der später entstehende Falter erst gar nicht seine Eier ablegen.

Unter dem Namen Erdraupe werden die Larven verschiedener Eulenfalterarten zusammengefasst. Die erwachsenen Tiere legen ihre Eier auf die Blätter im Gemüsebeet, die daraus entstehenden jungen Larven fressen diese nachts an. Nach und nach wandern die Schädlinge in den Boden ab, wo sie sich über die Wurzeln hermachen. Sie verpuppen sich dort auch. Wer befallenes Wurzelgemüse ausgräbt, finden im Boden die bis zu fünf Zentimeter langen Larven, die plump wirken und graubraun bis graugrün gefärbt sind. Sie rollen sich bei Berührung zusammen.

dpa

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