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16:27 18.05.2018
Blattläuse stechen die Pflanzen an und saugen den Saft aus. Oft helfen Wasser und Nützlinge bei der Bekämpfung. Quelle: Andrea Warnecke
Münster

Eine Bekämpfungsmethode ohne Chemie ist immer erst einmal die bessere: Hobbygärtner sollten daher versuchen, Blattläuse mit einem kräftigen Wasserstrahl von den Pflanzen zu spritzen, rät der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Pflanzenschutzmittel sollten nur im absoluten Ausnahmefall eingesetzt werden. Oftmals erledigen aber auch

Nützlinge das Werk von alleine: zum Beispiel Marienkäfer. Laut dem Naturschutzbund Deutschland (Nabu) frisst ein ausgewachsener Siebenpunkt-Marienkäfer zwischen 100 und 150 Blattläuse pro Tag, dessen Larven schaffen in ihrer Zeit bis zur Verpuppung je 400 bis 600. Hochgerechnet können die Nachkommen eines einzigen Marienkäfers rund 100 000 Läuse pro Sommer verspeisen.

Aber auch Schwebfliegen, Florfliegen, Blattlausschlupfwespen und die Räuberische Gallmücke machen sich über Blattläuse her, genauso wie Ohrwürmer, räuberisch lebende Wanzen, Laufkäfer, Spinnen und Vögel. Wer also diese Tiere anlockt und ihnen gute Lebensmöglichkeiten bietet, kann auch die Zahl der Blattläuse auf den Pflanzen dezimieren. 

Die Experten der Landwirtschaftskammer schlagen vor, kleine Häuschen für Florfliegen, die mit Stroh gefüllt werden, aufzuhängen. Darin finden die Insekten im Winter Unterschlupf. Und für Ohrwürmer tut es ein mit Stroh oder Holzwolle gefüllter Tontopf, der umgedreht aufgestellt wird.

Blattläuse stechen die Pflanzen an und saugen den Saft aus. In der Folge kräuseln sich die Blätter, und die Triebspitzen verkümmern. Aber auch die Ausscheidungen der Tiere auf den Pflanzen haben Konsequenzen: Der sogenannte Honigtau ist Nährboden für Pilzarten, die einen aggressiven schwarzen Belag bilden. Und über die Wunden an den Pflanzen können Viren eindringen. Besonders gerne lassen sich Blattläuse auf Rosen nieder.

dpa

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