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Umwelt Verzicht auf Mineraldünger mit Phosphat schont Ressourcen
Mehr Garten Umwelt Verzicht auf Mineraldünger mit Phosphat schont Ressourcen
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18:28 09.10.2015
Umweltbewusste Verbraucher achten beim Kauf phosphatfreien Dünger. Quelle: Patrick Pleul
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Berlin (dpa/tmn) - Vor allem in der Landwirtschaft, aber auch im Garten ist häufig Phosphat im Dünger enthalten. Doch der Rohstoff wird mittelfristig knapp, die Vorkommen sind begrenzt. Darauf weist der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hin.

Phosphat fördert im Dünger zum Beispiel die Bildung von Blüten und lässt den Rasen prächtig wachsen. Der Stoff kommt in jeder pflanzlichen und tierischen Zelle vor, weshalb oft argumentiert wird, das Düngen damit schließe in vorbildlicher Weise natürliche Kreisläufe. Das trifft nach Einschätzung des BUND aber nur zum Teil zu. Denn gelangt Phosphat in das Grundwasser, ist es verloren. Von dort erreicht es Seen, Flüsse und Meere - so stark verdünnt, dass der Aufwand, es zurückzugewinnen, nicht vertretbar sei: Das ist vergleichbar mit einem Stück Zucker, das in einem See gelöst wird.

Außerdem sorgt zu viel Phosphat in Gewässern für Probleme: Nährstoffe reichern sich an, was das Wachstum von Algen begünstigt. In der Folge sinkt der Sauerstoffgehalt des Wassers, es kann umkippen. Daher rät auch die Kommission Bodenschutz beim Umweltbundesamt Landwirten wo immer möglich, Stallmist oder Gülle statt Mineraldünger auszubringen und so gleichzeitig die

Phosphorressourcen zu schonen.

Und Hobbygärtner? Sie können mit Hilfe einer Bodenuntersuchung klären, ob ihr Boden tatsächlich diese Nährstoffe braucht oder schon genug davon von Natur aus hat, erklärt Rolf Buschmann, BUND-Experte für Ressourcenschutz. "Zusätzliche Düngung ist im gut geführten Garten nicht notwendig." Falls doch, gelingt das auch mit Kompost, der eine Vielzahl der wichtigsten Nährstoffe enthält, statt mit künstlichen Düngemitteln. Wer selbst keinen Kompost im Garten anlegt, kann diesen auch von vielen Kommunen beziehen. Alternativen sind Kuh- und Pferdemist oder Kräuterjauchen.

dpa

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