Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Aktuelles Auf der Suche nach Blutspendern
Mehr Gesundheit Aktuelles Auf der Suche nach Blutspendern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:00 14.03.2019
Blutentnahmebeutel liegen in einer Kühlkiste fertig zum Abtransport. Quelle: Andreas Döring

„Die Plasmaspende wird immer wichtiger“, betont Marion Junghans vom Leipziger Haema Blutspendedienst. Viele Therapien, die mit aus Plasma hergestellten Arzneimitteln behandelt werden, könnten mittlerweile in einem jüngeren Lebensalter starten als noch vor Jahren. Entsprechend groß sei der Bedarf an Blutplasma.

Klar sei, dass auch der demografische Wandel einer der Gründe für fehlende Blutspender ist. Die Medizin steuere mit vielfältigen Mitteln dagegen.

„Man haushaltet mit dem Blut besser“, so Junghans. Es gebe Initiativen wie das „Patient Blood Management“, die dafür sorgen, dass nur so viel Blutpräparate wie nötig und so wenige wie möglich eingesetzt werden. So führen moderne Operationstechniken zu weniger Blutungen.

Man könne aber auch bereits bei bestimmten Operationen das Blut auffangen und dem Patienten anschließend wieder zurückgeben.

Unter dem folgenden Link ist das in einem kurzen Video erklärt: www.patientbloodmanagement.de

Es gibt zu wenig Blutspender, das ist traurige Realität. Wie lässt sich das ändern? „Der demografische Wandel fordert uns heraus. Es ist nicht leicht, den Wegfall langjähriger Blutspender zu kompensieren, die beispielsweise aufgrund einer plötzlichen Medikamenteneinnahme nicht mehr zugelassen werden dürfen“, sagt Professor Reinhard Henschler, Direktor des Instituts für Transfusionsmedizin am Universitätsklinikum Leipzig.

Mehr Spender müssen her. Die Frage nach dem „Wie“ ist dabei kaum erschöpfend zu klären. „Wir sind kreativ. Erst im letzten Jahr haben wir anlässlich unseres 85-jährigen Bestehens eine Jubiläumskampagne durchgeführt. Zudem laden wir unsere Spender und die, die es werden wollen, zu mittlerweile etablierten Events wie der ‚Sommernachtsblutspende‘ oder den ‚Vampirnächten‘ ein.“

Darüber hinaus müsse Aufklärung und Wissensvermittlung betrieben werden: „Hierfür bieten wir durch die Herstellungsbereiche des Instituts Führungen an, die gerade auch für Unentschlossene den Weg der Blutspende nach der Abnahme transparenter und nachvollziehbarer machen“, ergänzt der Transfusionsmediziner.

Beim DRK-Blutspendedienst ist das ganz ähnlich: „Unsere Patienten sollen sich im Leipziger DRK-Blutspendezentrum sehr wohl fühlen und gut betreut werden“, sagt der Transfusionsmediziner und Leiter der Institute für Transfusionsmedizin in Chemnitz und Plauen, Chefarzt Dr. med. Andreas Karl.

Das Zentrum solle sich zu einem lebendigen Ort mit moderner Ausstattung entwickeln, zu einem Treffpunkt, wo man sich mit engagierten Menschen treffen und austauschen kann.

Grundsätzlich sind Spender aller Altersgruppen zur Blut- oder Plasmaspende herzlich willkommen. „Coffee to go und freies WLAN sind selbstverständlich vorhanden. Dazu gibt es eine Tauschbibliothek, eine Kinderecke für junge Begleiter und Snacks“, so Karl.

Von Bert Endruszeit

Wenn der Kopf pocht und Schmerzen verursacht, greifen viele Menschen recht schnell zur Schmerztablette. Doch Vorsicht: In den Schmerzstillern enthaltene Stoffe können den Kopfschmerz im ungünstigsten Fall sogar verstärken.

13.03.2019

Ob Typ 1 oder 2: Diabetes heißt auch ein gesteigertes Herzinfarktrisiko, die Gefahr zu erblinden oder Durchblutungsstörungen zu entwickeln. Dass Diabetes-Therapien keinem Dogma mehr unterliegen, beweisen der Mittelstreckenläufer Vincent Hoyer und sein behandelnder Arzt, Dr. Tobias Wiesner.

13.03.2019

Nach dem Babybrabbeln kommt das erste Wort, dann folgen die ersten Sätze. Eltern müssen Kindern das Sprechen nicht beibringen - sie können aber auf einiges achten, damit es von alleine klappt. Gibt es dabei Probleme, hilft vielleicht die Logopädie.

13.03.2019