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Aktuelles Chargen eines Blutdrucksenkers werden zurückgerufen
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16:33 05.07.2018
Menschen mit Bluthochdruck sollten überprüfen, ob ihr Medikament den Wirkstoff Valsartan enthält. Falls ja, ist eine Rücksprache mit dem Hausarzt ratsam. Quelle: Maurizio Gambarini/Symbolbild
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Bonn

Die Behörden wollen Blutdrucksenker, die auf dem Wirkstoff Valsartan basieren, teilweise zurückrufen. Die Arzneimittel könnten mit einer potenziell krebserregenden Substanz verunreinigt sein.

Konkret geht es laut

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) um Medikamentenchargen, deren Wirkstoff vom chinesischen Unternehmen

Zhejiang Huahai Pharmaceutical hergestellt wurde. Noch ist nicht bekannt, um welche Chargen es sich bei dem EU-weiten Rückruf konkret handelt.

"Bislang liegen noch keine Erkenntnisse darüber vor, ob und in welchen Konzentrationen die Verunreinigung in den hieraus hergestellten Arzneimitteln enthalten ist", sagte Institutssprecher Maik Pommer in Bonn. Valsartan sei relativ weit verbreitet. Aber: "Ein akutes Patientenrisiko besteht nicht."

Laut BfArM ist der blutdrucksenkende Wirkstoff produktionsbedingt mit N-Nitrosodimethylamin verunreinigt. Die Substanz könnte laut der Internationalen Agentur für Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) krebserregend sein. Europaweit werde nun untersucht, ob möglicherweise andere Arzneimittel betroffen sein könnten, die chemisch verwandte Wirkstoffe enthalten.

Die Deutsche Hochdruckliga empfiehlt verunsicherten Patienten, ihre blutdrucksenkenden Arzneimittel nicht eigenmächtig und ohne Rücksprache mit ihrem Arzt abzusetzen. "Wir gehen davon aus, dass sehr rasch die Liste der betroffenen Medikamente vorliegen wird und eine koordinierte Rückrufaktion erfolgen wird", teilte die Organisation in Heidelberg mit. Auch das Bundesinstitut warnte: "Das gesundheitliche Risiko eines Absetzens liegt um ein Vielfaches höher als das mögliche Risiko durch eine Verunreinigung."

Laut

Deutscher Hochdruckliga sind in Deutschland 20 bis 30 Millionen Menschen von Bluthochdruck betroffen. Die Folgen können lebensgefährlich sein, dazu zählen auch Herzinfarkt und Schlaganfall.

dpa

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