Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Aktuelles Oberschenkelhalsbruch führt mit Klinikteams seltener zum Tod
Mehr Gesundheit Aktuelles Oberschenkelhalsbruch führt mit Klinikteams seltener zum Tod
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Wie bleibe ich gesund, wie werden ich gesund? Der LVZ-Ratgeber Gesundheit hilft weiter.
15:28 26.09.2018
Die Todesraten nach einem Oberschenkelhalsbruch liegen nach einer neuen Studie deutlich niedriger, wenn sich von Anfang an ein Team aus Unfallchirurgen, Altersmedizinern und Physiotherapeuten um Patienten kümmert. Quelle: Jochen Lübke
Berlin

Die Todesraten nach einem Oberschenkelhalsbruch liegen deutlich niedriger, wenn sich von Anfang an ein Team aus Unfallchirurgen, Altersmedizinern und Physiotherapeuten um die Patienten kümmert. Das ergab eine Untersuchung, teilten die Deutschen Gesellschaften für Unfallchirurgie und Geriatrie mit.

Für die Studie wurden 55.000 Patienten im Alter über 80 Jahren in 841 deutschen Krankenhäusern erfasst. Mit der Team-Lösung habe es zwischen den Jahren 2014 und 2016 rund ein Fünftel weniger Todesfälle gegeben als mit herkömmlichen Behandlungsmethoden.

Hüftfrakturen wie ein Oberschenkelhalsbruch sind nach Angaben der Fachgesellschaften die mit Abstand häufigsten Knochenbrüche im hohen Alter. Zumeist ist ein Sturz die Ursache. Die Folgen seien oft fatal: Zehn Prozent der Patienten sterben nach den Zahlen der Gesellschaften innerhalb von 30 Tagen nach dem Sturz. Rund ein Fünftel komme nach dem Unfall nicht mehr auf die Beine und müsse im Folgejahr in eine Pflegeeinrichtung ziehen.

In den ersten vier Wochen nach einer Hüftfraktur im Alter war das Risiko, an den Folgen zu sterben, in einem Krankenhaus ohne spezielles Management um 22 Prozent höher als in einer Klinik mit multiprofessionellen Teams, heißt es in der Studie. Würden sich in jedem Krankenhaus Unfallchirurgen, Altersmediziner, Physiotherapeuten sowie Sozial- und Pflegedienste für die Behandlung eines Oberschenkelhalsbruchs zusammentun, ließen sich pro Jahr rund 4000 Todesfälle vermeiden, errechneten die Autoren. Bisher hätten in Deutschland mehr als die Hälfte der Kliniken solche Kooperationen bei der Behandlung von Senioren etabliert - aber längst noch nicht alle.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Zum Schutz gegen Wundstarrkrampf sollte jeder alle zehn Jahre die Tetanus-Impfung erneuern. Die Krankheit tritt in Deutschland zwar nur noch selten auf, aber im schlimmsten Fall kann sie tödlich enden.

26.09.2018

Nach einem Schlaganfall beginnt der Wettlauf mit der Zeit. Je frühzeitiger die Behandlung erfolgt, desto größer sind die Chancen, dass der Betroffene überlebt - und keine bleibenden Schäden davon trägt.

26.09.2018

Keine Spritzen mehr, kein Pen - stattdessen ein Kästchen, das den Körper mit Insulin versorgt: Eine Pumpe kann Diabetikern das Leben erleichtern. Sie ist aber nicht für jeden geeignet.

26.09.2018