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18:28 09.10.2015
Die Deutsche Herzstiftung klärt über die Wiederbelebung durch Herzdruckmassage auf. Quelle: Jörg Carstensen
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Frankfurt am Main

Wenn jemand plötzlich zusammenbricht, müssen Zeugen zunächst prüfen, ob der Betroffene bei Bewusstsein ist. Dazu laut ansprechen, an beiden Schultern fassen und kräftig schütteln.

Wenn der Betroffene nicht reagiert, sofort den Rettungsdienst unter 112 rufen. Dann prüft man die Atmung, indem der Kopf des auf dem Rücken liegenden Patienten überstreckt und das Kinn angehoben wird. Schnappen und Röcheln gelten nicht als normale Atmung und in dem Fall muss man sofort mit der Wiederbelebung beginnen. Darauf weist die Deutsche Herzstiftung anlässlich der bundesweiten Woche der Wiederbelebung (19. bis 26. September) hin.

Für die Herzdruckmassage kniet man sich seitlich neben den auf dem Rücken liegenden Patienten und legt beide Handballen übereinander auf die Stelle, wo sich die gedachte Linie zwischen den Brustwarzen und das Brustbein kreuzen. Dann drückt man den Brustkorb mindestens hundertmal pro Minute mindestens fünf Zentimeter tief in Richtung Wirbelsäule ein. Gedrückt wird solange, bis der Rettungsdienst kommt. Wenn weitere Helfer vor Ort sind, kann man sich abwechseln, darf die Herzdruckmassage aber nur ganz kurz unterbrechen.

Die Mund-zu-Mund-Beatmung wird Laien bei der Reanimation laut der Deutschen Herzstiftung nicht mehr empfohlen. Geschulte Helfer sollten sie jedoch im Verhältnis von 30 Herzdruckmassagen zu 2 Beatmungen durchführen.

Service:

Ein kostenloses Herznotfall-Infopaket kann angefordert werden bei: Deutsche Herzstiftung, Bockenheimer Landstraße 94-96, 60323 Frankfurt, +49 69 955128400 oder im

Internet.

dpa

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