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04:55 05.12.2018
Vorbeugend hilft gegen Fußpilz, die Zehenzwischenräume trocken zu halten. Quelle: Christin Klose
Regensburg

Es mag ekelig klingen - aber Pilze tummeln sich überall auf der Haut. "Zum Problem werden sie erst dann, wenn sie über kleine Risse oder Verletzungen in die Haut gelangen und Entzündungen hervorrufen", erklärt Prof. Philipp Babilas, Dermatologe am Hautzentrum Regensburg.

Fußpilz kann die Folge sein. Er ist mehr als ein Schönheitsmakel. Denn unbehandelt wird so eine Infektion richtig unangenehm. "Fußpilz kann sich ohne eine Therapie den Fuß entlang bis zur Ferse, die Schenkel hoch bis zum Gesäß ausbreiten", sagt Babilas. Befällt er Nägel, dann werden sie rau, brüchig und krümelig. Deshalb gilt: "Je früher etwas gegen Fußpilz unternommen wird, desto besser."

Den Pilz bekämpfen

Zu erkennen sei Fußpilz daran, dass die Haut zwischen den Zehen weich und aufgeschwollen ist, sagt die Podologin Tatjana Pfersich aus Reutlingen. Auf Fußpilz hindeuten kann auch eine schuppige Hornhaut im Fersenbereich oder rote Pusteln auf der gesamten Fußsohle.

Ansonsten gesunde Erwachsene können erstmal versuchen, dem Pilz in Eigenregie zuleibe zu rücken: "Cremes, Gels und Sprays gegen Pilzinfektionen sind in der Apotheke rezeptfrei erhältlich", sagt Ursula Sellerberg von der Bundesapothekerkammer. Sie werden etwa ein- bis zweimal täglich großflächig um die betroffenen Stellen herum aufgetragen. Was Patienten keinesfalls tun sollten: die Therapie einfach abbrechen. "Auch wenn die Symptome schnell abklingen, sollte die Therapie mindestens zwei Wochen erfolgen", so Pfersich.

Tipps zur Vorbeugung

Ist die Fußpilzerkrankung abgeheilt, sollte man sich wappnen - um sich nicht gleich den nächsten Pilz einzufangen. Vorsicht ist beispielsweise dort geboten, wo viele Menschen barfuß gehen. Das ist nicht nur in öffentlichen Bädern, Wellness-Anlagen und Saunen, sondern zum Beispiel auch in Hotelzimmern der Fall. "Hier sind Badeschuhe hilfreich", erklärt Sellerberg. Ebenfalls ratsam: Füße und Zehenzwischenräume immer trocken halten.

Zur Vorbeugung von Fußpilz trägt auch bei, nicht nur gut passende und bequeme Schuhe zu tragen, sondern auch auf ein atmungsaktives Material des Schuhwerks zu achten. "So wird die Fußfeuchte schnell wieder abgeleitet", erklärt Sellerberg. Wechselbäder und -duschen regen die Durchblutung der Füße an und sorgen dafür, dass sie im Winter warm sind. "So kommt es erst gar nicht zu Rissen in der Haut, die zu Fußpilz führen können", so Babilas.

Breitband-Antimykotikum einsetzen

Kommt der Fußpilz nach Abklingen einer Infektion immer wieder, bietet es sich an, die Füße ein- bis zweimal wöchentlich vorbeugend mit einem sogenannten Breitband-Antimykotikum einzucremen oder einzusprühen. "Das ist ein Medikament, das gegen mehrere Erreger wirkt", erläutert Babilas. Zumeist kommen Präparate mit Wirkstoffen aus der Gruppe der Pyridone oder Azole zum Einsatz.

Wer gesund lebt und auf vitaminreiche Kost, Bewegung und ausreichend Schlaf achtet, stärkt zusätzlich seine Abwehrkräfte. Auch das trägt zum Schutz vor Fußpilz bei.

dpa

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