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05:03 06.06.2018
Der menschliche Körper kämpft mit Hilfe von Fieber gegen krankmachende Bakterien. Quelle: Armin Weigel
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Berlin

Fiebersenker wie Paracetamol oder ASS hat fast jeder zu Hause. Für den Fall der Fälle. Dabei ist Fieber keine Fehleinstellung im Körper - sondern eigentlich eine gute Sache.

Was das kann?

Die Körpertemperatur wird im Hypothalamus reguliert, der Kommandozentrale des Nervensystems. Sie sorgt dafür, dass die Temperatur bei Erwachsenen normalerweise zwischen rund 36,3 und 37 Grad liegt. Bemerken allerdings die Abwehrzellen, dass irgendwo im Körper Bakterien ihr Unwesen treiben, schicken sie Boten los. Die wiederum geben anderen Botenstoffen Bescheid, bis einige dieser sogenannten Transmitter die Barriere zwischen Blutkreislauf und Gehirn überwinden und im Hypothalamus Alarm schlagen.

Der dreht dann die Heizung ordentlich auf, erklärt Prof. Hanns-Christian Gunga vom Institut für Physiologie an der Berliner Charité. Warum? Um Bakterien abzukochen. Denn ab circa 40 Grad wird es den kleinen Unholden deutlich zu warm.

Was also tun?

Ansonsten Gesunde können erstmal abwarten. Ob und wann man in die natürliche Abwehrreaktion des Körpers eingreift, sei letztlich eine Einzelfallentscheidung, sagt Gunga. Fest steht: Ab etwa 42 Grad Körpertemperatur sterben nicht nur Bakterien, sondern auch Eiweiße - also lebenswichtige Bausteine der Zellen. Problematisch ist es auch, wenn das Fieber über mehrere Tage anhält. "Um den Körper so aufzuheizen, wird irrsinnig viel Energie aufgewendet", sagt Gunga. Irgendwann sind die Reserven aufgebraucht.

Damit das Fieber sinkt, kann man es erstmal mit Wadenwickeln versuchen. "Die Extremitäten sind am unempfindlichsten gegenüber Kälte", erklärt Gunga. Deswegen sind kühle Wickel dort nicht unangenehm. Hilft das nicht, unterbrechen Substanzen wie ASS effektiv die Botenkette. Sie hemmen die Prostaglandine, die letzten in der Reihe der Transmitter. So bekommt der Hypothalamus kein Signal mehr zum Aufheizen.

dpa

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