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Fit & Gesund Leipzig Allgemeinmediziner Dirk Schulz aus Hohenprießnitz mag die Vielfalt in seinem Beruf
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12:42 06.03.2018
Dr. med. Dirk Schulz ist seit 18 Jahren Landarzt in Hohenprießnitz. Quelle: Foto: privat
Hohenprießnitz

 Landarzt zu werden war für Dr. med. Dirk Schulz „eine goldrichtige Entscheidung“. Der Praxisalltag sei angenehmer als der Klinikalltag, im Krankenhaus herrsche in der Regel mehr Hektik, sagt der 53-jährige Allgemeinmediziner, der seit 18 Jahren in einer Einzelpraxis in der Gemeinde Zschepplin, Ortsteil Hohenprießnitz niedergelassen ist.

Was ihm an seinem Beruf besonders gefällt: „Das breite Spektrum an Patienten und Aufgaben.“ Vom Säugling bis zum Hundertjährigen sei alles dabei. Bis vor zwei Jahren hatte der Arztsohn eine 102 Jahre alte Dame in Behandlung. Aktuell ist eine 97-Jährige älteste Patientin. Die Personen, die auf seine medizinischen Kenntnisse vertrauen, kommen neben Hohenprießnitz unter anderem aus Glaucha, Noitzsch und Zschepplin. Viele Langzeitpatienten sind darunter.

Seine berufliche Stärken liegen in der Inneren Medizin und Kardiologie. Er betreut rund 250 Diabetiker, versorgt mit seinen beiden Arzthelferinnen an langen Tagen zwischen 50 und 60 Patienten, macht zudem dreimal die Woche Hausbesuche und ist häufig in einem Pflegeheim unterwegs. Die meisten Behandlungen führt der gebürtige Leipziger und Wahleilenburger in Eigenregie durch, scheut sich aber nicht, bei Zweifeln an einen Spezialisten zu überweisen. „Man muss seine Grenzen kennen“, betont er. Die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Fachärzten sei gut und sehr kollegial.

Ursprünglich wollte Schulz Pilot werden, wie er mit einem Lächeln zugibt. Erst ab Klasse sechs, sieben traf er die Entscheidung, Arzt zu werden. Er studierte in Leipzig, absolvierte seine Facharztausbildung im Herzzentrum und einer Diabetes-Klinik in der Messestadt, arbeitete zwei Jahre lang in einer großen Hausarztpraxis in Bayern. 1999 kam die Anfrage, ob er nicht die Praxis in Hohenprießnitz übernehmen möchte. „Ich sagte sofort ja.“ An dem Ortsteil schätzt der Mediziner unter anderem die gute Infrastruktur. So gebe es etwa eine Kita, Grundschule, Hort, Bank sowie eine Zahnärztin und einen Einkaufsmarkt. Außerdem lockten viele Vereine und das Hohenprießnitzer Schloss.

Das Thema Ärztemangel auf dem Land betrachtet Schulz differenziert. In der Tat würden Regionen existieren, in denen Praxen teilweise nicht besetzt werden könnten, etwa Torgau und Ostelbien. Aber auch solche, die medizinisch gut aufgestellt sind, wie den Raum Eilenburg/Bad Düben. „Im Fachjargon heißt das, wir sind hier überversorgt.“ Was ihn etwas stört an seinem Beruf, sind Anfragen von Krankenkassen, insbesondere nach den Gründen für eine Krankmeldung. Die kämen oft zu schnell, seien teilweise unnötig. Außerdem bestünde bei den Abrechnungsmodalitäten mitunter Optimierungsbedarf.

Um fit und gesund zu bleiben, rät der Landarzt zu körperlicher Bewegung. „Gehen Sie jeden Tag mit dem Hund raus – auch wenn Sie keinen haben“, lautet sein humorvoller Tipp. Konkret empfiehlt er: Fünfmal pro Woche 30 Minuten lang spazieren gehen, joggen oder Rad fahren. Das beseitige eine Vielzahl an Beschwerden.

Von Matthias Klöppel

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